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Gemeinderat in Bannewitz berät über „Karls“-Ansiedlung

Zuletzt aktualisiert:

Update 04.03.2020

Während der Gemeindesitzung am Dienstagabend wurden laut Gemeinerat Marc Rössig alle offenen Fragen sachlich besprochen. Jedoch habe man sich entschieden keine Informationen aus der Sitzung preiszugeben. Bei der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am 24. März soll dann der Aufstellungsbeschluss stehen. Es könnt auch kurzfristig noch eine Infoveranstaltung geben. Ein Termin wird derzeit noch gesucht, so Gemeinderat Marc Rössig.

Stand 03.03.2020

In einer nicht öffentlichen Sitzung sollen im Bannewitzer Gemeinderat am Dienstagabend offene Fragen zur Ansiedlung von "Karls Erdbeerhof" in Bannewitz geklärt werden. „Karls“-Chef Robert Dahl wird zur Gesprächsrunde anreisen.

Besonders kritisch sehen einige Gemeinderatsmitglieder die Verkehrssituation. Dahl rechnet in Bannewitz mit rund 500.000 Besuchern pro Jahr.

„Das Hauptproblem Verkehrskonzept […] wird hoffentlich visuell mit einem Plan erläutert.“ – Anne Süße / Wählergemeinschaft „Wir für Bannewitz“

Dabei gilt es vor allem zu klären, wie der Zu- und Abfluss des Pkw-Verkehrs geregelt werden soll. Aktuell können Autofahrer aus Dresden zwar rechts auf das geplante Gelände an der B170 abbiegen, aus Richtung Dippoldiswalde ist das aber nicht möglich. Eine erste Idee von Bürgermeister Christoph Fröse war es, den Verkehr links am Einkaufszentrum vorbei zu führen.

Nadelöhre könnten Kreuzungsbereiche und die Autobahnauf-und Abfahrt an der A17 werden. Gemeinderat Marc Rössig schlägt eine separate Spur für die Besucher vom Karls Erlebnis-Dorf vor. Die B170 wird derzeit erweitert. Von bisher zwei Spuren, wird die Bundesstraße zwischen dem A-17-Anschluss Dresden-Südvorstadt bis zur Kreuzung Boderitzer Straße in Bannewitz auf vier Fahrspuren ausgebaut. Bei der Erweiterung der Bundesstraße wurden die Pläne für Karls Erdbeerdorf allerdings noch nicht mit bedacht.

Weitere Bedenken meldet Heiko Gildemeister von der Wählergemeinschaft „Wir für Bannewitz“ an. Er sieht bei der Verkehrsführung vor allem den A17-Anschluss kritisch. Er selbst arbeitet bei der Berufsfeuerwehr und gibt zu bedenken, dass ein Stau auf der Autobahn gefährlich ist, besonders dann, wenn dieser bis in Tunnel Dölzschen reicht.

Vertreter der Dresdner Vorgebirgs Agrar AG werden am Dienstagabend ebenfalls bei der Sitzung dabei sein. Das Unternehmen ist Eigentümer eines der benötigten Grundstücke an der A17. Wie Geschäftsführer Ingolf Schulze im Interview sagte, gäbe es bisher aber noch keine endgültige Entscheidung zum Grundstücksverkauf.

Aus dem Amtsblatt der Gemeinde Bannewitz geht hervor, dass ein Aufstellungsbeschluss für die Einleitung eines Planverfahrens erst dann aufgestellt werden kann, wenn die benötigten Flächen für das Erlebnisdorf gekauft worden sind. „Karls“-Chef Robert Dahl will die Finanzierung allein übernehmen. Sollte der Gemeinderat der Ansiedlung zustimmen, könnte bereits am 24. März ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dann folgen weitere Schritte. Unter anderem muss mit verschiedenen Behörden die Umweltverträglichkeit der Pläne und Entwurfsunterlagen geprüft werden. Erst danach könnten die Bannewitzer einen Blick auf die Pläne werfen.

Weitere Informationen zu den Plänen um Karls Erlebnisdorf in Bannewitz bekommen Sie in diesem Artikel.