Gelber Alarm in Dresden: Die MOBI-Shuttles kommen!
In Dresden gehen ab dem Mai die MOBIshuttles an den Start. Am Donnerstag , den 16. Dezember gab es dafür das „Go“ von dem Stadtrat. Mit den Fahrzeugen, betrieben durch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), soll es schon bald noch einfacher werden, ohne Auto in der Stadt unterwegs zu sein.
Die MOBIshuttles sind Fahrzeuge auf Abruf. Die Fahrgäste geben ihren Fahrtwunsch mittels einer App oder telefonisch ein. Eine Software ermittelt dann den Fahrweg. Fahrgäste mit ähnlichen oder denselben Weg werden ebenfalls in dem gleichen Wagen transportiert.
„Mit dem MOBIshuttle ergänzen wir in den vorgesehenen Stadtgebieten unser ÖPNV-Netz. Es schließt die Lücke zwischen der eigenen Haustür und der nächstgelegenen Bus- oder Bahnhaltestelle. Während des Pilotbetriebes werden wir analysieren, wie das neue Angebot in der Praxis bei unseren Fahrgästen ankommt“, sagt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach.
So funktionieren die MOBIshuttles
Die MOBIshuttles funktionieren nach den folgenden Regeln:
- täglicher Betrieb zwischen 4 Uhr und 1 Uhr, am Wochenende durchgehend
- Zustieg und Ausstieg an festgelegten Haltepunkten, an Haltestellen des Linienverkehrs und an virtuellen Haltepunkten
- Bestellung und Vorausbuchung per App oder Telefon
- es gibt keinen Fahrplan und keine feste Linienführung
- die tatsächliche Fahrtroute wird vom Routing-Algorithmus anhand der Buchungen in Echtzeit erstellt, ähnliche Wege werden in einem Fahrzeug gebündelt
- Startgebiete: Neustadt, Pieschen, Klotzsche
Der Fahrpreis setzt sich aus einem Grundpreis des VVO-Tarifes und einem Zuschlag zusammen. Letzterer ist umso höher, je besser das Linienverkehrsangebot auf der Fahrstrecke ist. Heißt: Wenn es kein Linienverkehrsangebot gibt, wird keiner oder nur ein geringer Zuschlag erhoben. Je nach Erfolg des Projektes wird dann über eine Fortsetzung entschieden.
Finanzierung
Das Pilotprojekt wird durch ein Förderprogramm des Bundes und des Freistaates Sachsen mit insgesamt 3,25 Millionen Euro gefördert. Die DVB steuert 3,92 Millionen Euro von 2022 bis 2024 bei. Für das Jahr 2022 übernehmen die Technischen Werke Dresden Kosten von 850.000 Euro. Dresden stellt im Jahr 2023 Haushaltsmittel in Höhe von 1,67 Millionen Euro und im Jahr 2024 in Höhe von 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.
