Geisterspiel für Dynamo gegen Erfurt
Dynamo spielt im ersten Heimspiel 2015 vor leeren Rängen. Das DFB-Sportgericht verurteilte die SGD für das Ostduell gegen Rot-Weiß Erfurt zu einem Geisterspiel. Grund für die Strafe sind die Ausschreitungen beim Spiel in Rostock am 29. November. Damals hatten Dynamo-Chaoten Pyrotechnik gezündet und Leuchtraketen in Rostocker Zuschauerblöcke geworfen. Zudem spielte Dynamo durch die Vorfälle beim letzten Zweitliga-Heimspiel gegen Bielefeld im Mai bereits auf Bewährung. Die SGD hat dem Urteil zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig.Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Robert Schäfer sagt zum Urteil: "Dieses Urteil ist gerecht, trifft aber den Verein, seine Mitglieder und alle Fans der SGD sehr hart. Nach den schwerwiegenden Verfehlungen der Täter von Rostock musste mit einem solchen Strafmaß gerechnet werden. Die SG Dynamo Dresden als Gemeinschaft übernimmt mit diesem Urteil die Verantwortung für die Taten von einzelnen Straftätern und muss als Drittligist nun einen wirtschaftlichen Schaden im sechsstelligen Bereich tragen. Wir haben bereits viel Unterstützung bei der Ermittlung der Täter erfahren und werden nicht nachlassen, bis die Verantwortlichen ermittelt und durch Regressforderungen zur Verantwortung gezogen wurden. Gleichzeitig werden wir den Dialog gemeinsam mit unseren Fans kontinuierlich fortsetzen, um schützenswerte Fankultur zu bewahren und deutlich von Straftaten abzugrenzen."Was war passiert?Am 19. Spieltag, beim 3:1-Sieg der SGD in Rostock musste die Partie in der 58. Minute für mehr als zehn Minuten unterbrochen werden. Chaoten im Gästeblock zündeten Pyrotechnik. Viel schlimmer aber, auch Leuchtspurmunition wurde gezündet und auf gegnerischen Fans geschossen. Dynamo-Geschäftsführer Robert Schäfer sagte nach dem Spiel: "Diejenigen, die Leuchtspurmunition in gegnerische Fans schießen, sind Straftäter, die wir als Verein scharf verurteilen. Diese Personen müssen strafrechtlich verfolgt, abgeurteilt und bestraft werden. Was heute passiert ist, wird für den Verein sicherlich Konsequenzen haben. Die Personen, die dafür verantwortlich sind, haben Dynamo Dresden erneut einen Bärendienst erwiesen. Wir werden weiter konsequent gegen diese Leute vorgehen und nicht klein bei geben."Dynamo geht gegen Chaoten vorZwei Tage nach den Vorkommnissen kündigten die Schwarz-Gelben bereits Konsequenzen an. Dynamo stellte zunächst Strafanzeige gegen Unbekannt. Zudem soll aus dem Videomaterial hervorgehen, dass einige der Täter nicht die komplette Zeit vermummt waren und so möglicherweise identifiziert werden können. "Sobald Täter identifiziert und ermittelt wurden, werden wir sie mit Stadion- bzw. Hausverbot und Vereinsausschlüssen sanktionieren und mögliche Regressansprüche prüfen lassen", sagte Robert Schäfer.Zweites Geister-Heimspiel der SGDFür die SGD wird es das zweite Geisterspiel im eigenen Stadion werden. In der Zweitliga-Saison 2011/2012 spielte Dynamo am 25. Spieltag gegen Ingolstadt bereits vor leeren Rängen. Das war die Strafe für die Vorkommnisse beim Pokalspiel in Dortmund.Erklärung des DFB