Geigen-„Punk“ Nigel Kennedy springt für David Garrett in Dresden ein
Der "Punk" der Geigen-Szene, Nigel Kennedy, wird für David Garrett beim Palastkonzert im Dresdner Kulturpalast einspringen. Garrett musste wegen eines Bandscheibenvorfalls mehrere Auftritte absagen. Nun wird Nigel Kennedy am 11. März in Dresden auftreten, teilten die Veranstalter der Dresdner Musikfestspiele mit. Der britische Violinist hatte sich bereits in den 80er Jahren mit seinen Crossover-Programmen ein Image als Popstar der Klassik geschaffen. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit, teilten die Veranstalter mit.
Jan Vogler, Intendant der Dresdner Musikfestspiele, teilte dazu mit: "Seit Monaten freuen sich viele von Ihnen mit uns auf das Konzert von David Garrett. Für seine Absage aus gesundheitlichen Gründen haben Sie sicher ebenso Verständnis wie wir. Aber der Vorhang darf nicht geschlossen bleiben! Wir haben für Sie darum gekämpft, einen Ersatz zu finden, der Ihnen diesen Konzertabend ebenso unvergesslich in Erinnerung bleiben lässt – und freuen uns, mit Nigel Kennedy einen internationalen Geigenstar präsentieren zu können, der kollegial für David Garrett einspringt und doch seine ganz individuelle Ausstrahlung mitbringt, ein Glücksfall in dieser Situation. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen einen spannenden Konzertabend."
Kennedy als Grenzgänger verschiedener Musikstile
Nigel Kennedy stammt aus einer Musikerfamilie und begann im Alter von sechs Jahren, Violine zu spielen. Ab 1980 trat er regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern auf und spielte später mit nahezu allen großen Orchestern und allen bedeutenden Dirigenten. Schon damals baute Kennedy Jazzstücke als Zugabe in seine Konzerte ein, 1997 gründete er dann die Band „The Kennedy Experience“, widmete sich verstärkt der Musik von Jimi Hendrix und brachte 1999 seine erste Crossover-CD heraus. Kennedy versteht sich als Grenzgänger zwischen verschiedenen Musikstilen, teilten die Veranstalter mit. Er setzt sich über eingefahrene Rituale des klassischen Konzertbetriebs hinweg und bringt so in seinen Konzerten vom jugendlichen Punk bis zum Rockfan alle zusammen, heißt es.
Kennedy selbst lies bei einem Interview in der BamS kein gutes Haar an Garrett: "Käme David Garrett zu mir auf die Bühne, würde ich sagen: Runter hier!"