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Geheimnissverrat an Gruppe Freital? Bereitschafts­polizist suspendiert

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Die sächsi­sche Bereit­schafts­po­lizei hat jetzt ein Diszi­pli­nar­ver­fahren gegen einen Beamten einge­leitet. Er soll die mutma­ß­lich rechts­ter­ro­ris­ti­sche "Gruppe Freital" mit Infor­ma­tionen versorgt haben. Dazu läuft ein Ermitt­lungs­ver­fahren bei der Staats­an­walt­schaft Dresden. Der Beamte wurde nun vom Dienst suspen­diert, teilte ein Sprecher der Bereit­schafts­po­lizei mit.

In einer schrift­li­chen Mittei­lunge heißt es: "Dem Präsi­dium der Bereit­schafts­po­lizei wurde bekannt, dass die Staats­an­walt­schaft Dresden in Zusam­men­hang mit dem Sachver­halt „Terror­gruppe Freital“ ein Ermitt­lungs­ver­fahren gegen einen Beamten der Bereit­schafts­po­lizei eröffnet hat. Daraufhin wurde die Einlei­tung eines Diszi­pli­nar­ver­fah­rens gegen den Beamten verfügt. Dieses Diszi­pli­nar­ver­fahren wird nach Eröff­nung bis zum Abschluss des Straf­ver­fah­rens ausge­setzt. Zeitgleich wird der Beamte vom Dienst suspen­diert."

Bereits seit vergangener Woche ist durch eine Recherche Der Zeit bekannt, dass es bei der Polizei offenbar ein Datenleck gab. Zunächst sprachen die Ermittler von einem Verfahren gegen "unbekannt". Seit Donnerstag sprach die Staatsanwaltschaft von einem Beschuldigten, später konkretisierte Justizminister Gemkow, dass es sich um einen Polizisten handelt. Er nannte aber keine weiteren Details.