• Der gefälschte Brief von der Karls­ruher Straße

Gefälschte Asyl-Briefe in Dresden

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Unbekannte haben am Freitag im Bereich der Karls­ruher Straße gefälschte Flugblätter verteilt, um Stimmung gegen Flücht­linge und gegen die Stadt­ver­wal­tung zu machen.

Darin wird unter der Überschrift "Unter­brin­gung von Asylbe­wer­bern in derzeit privat genutztem Wohnei­gentum" die Überprü­fung privat genutzter Wohnungen anemp­fohlen. Man habe das Ziel, freien Wohnraum zu ermit­teln, so dass diese Wohnungen Asylbe­wer­bern zugewiesen werden können. Unter­zeichnet wurde das Flugblatt vermeint­lich von einer Mitar­bei­terin des städti­schen Sozial­amtes.

Die Landes­haupt­stadt Dresden teilte mit, man ist für den Inhalt dieses Flugblattes nicht verant­wort­lich. Die Stadt distan­ziert sich ausdrück­lich von den Inhalten des Flugblattes. Die Verwen­dung des städti­schen Logos und des Namens der Mitar­bei­terin wurden nicht autori­siert. Die Landes­haupt­stadt Dresden prüft straf­recht­liche Schritte.

Ermitt­lungen wegen Urkun­den­fäl­schung

Auch die Dresdner Polizei unter­sucht die Briefe nun. Ermittlet wird wegen Urkun­den­fäl­schung, teilte ein Sprecher der Dresdner Polizei mit. Das Sozialamt habe die Polizei infor­miert. Im Abstim­mung der Staats­an­walt­schaft wurde nun ein Verfahren einge­leitet, weil der Brief wie ein behörd­li­ches Schreiben aussieht und mit einer Unter­schrift versehen ist.