Gebetsteppiche auf dem Neumarkt entfernt

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Beson­deres Zeichen für Toleranz und Weltof­fen­heit auf dem Neumarkt: Wenige Stunden vor der nächsten PEGIDA-Demo hat der Künstler Kurt Flecken­stein vor der Frauen­kirche 176 Gebets­tep­piche ausge­rollt. Alle nach Mekka ausge­richtet.

Die Teppiche hat Flecken­stein laut BILD im Internet bestellt und einen extra bedru­cken lassen: „Ich glaube an Gott“ steht auf einem Teppich. Dies ist auch der Titel seiner Aktion. Damit will er deutlich machen, dass er als Christ kein Problem mit Anders­gläu­bigen hat.

Künstler: Aktion für Toleranz und gegen Pegida

Mit der Aktion solle Offen­heit und Toleranz ausge­drückt werden, sagte Flecken­stein. "Die Instal­la­tion richtet sich gegen die Thesen von Pegida", so der 63-Jährige weiter. Polizei und Stadt­ver­wal­tung hätten sich sehr koope­rativ verhalten. "Ich will, dass die Teppiche bis zur Pegida-Demons­tra­tion liegen bleiben", sagte Flecken­stein. "Es wäre natür­lich einen mediales Ereignis, wenn eine Instal­la­tion für Meinungs­frei­heit, Offen­heit und Plura­lität von der Müllab­fuhr wegge­schafft würde."

Stadt­rei­ni­gung entfernt Teppiche

Die Stadt­ver­wal­tung entfernte die Teppiche dann am Nachmittag. "Die Ausle­gung der Teppiche auf dem Neumarkt war im Vorfeld weder als Kundge­bung im versamm­lungs­recht­li­chen Sinne angezeigt noch als Sonder­nut­zung beantragt. Die Teppiche wurden geräumt. Die nicht geneh­migte Sonder­nut­zung konnte auch nicht geduldet werden, da der Platz bereits für eine andere Versamm­lung zugewiesen wurde", erklärt Presse­spre­cher Kai Schulz. Die Stadt­rei­ni­gung hat die Teppiche einge­sam­melt und nun einge­la­gert, der Künstler könne diese später wieder abholen, hieß es.