Gaspreise in Dresden steigen ab Januar
Für Kunden von Sachsen-Energie wird Gas zum Jahreswechsel erheblich teurer. Wie uns das Unternehmen mitteilte, steigen die Verbrauchspreise für Erdgas zum 1. Januar um 1,43 Cent pro Kilowattstunde.
Die Erhöhung betrifft Privat- und Gewerbekunden in Dresden sowie in den Landkreisen Meißen, Sächsische Schweiz Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz. Der Grundpreis bleibt konstant. Hintergrund für die kräftige Erhöhung ist die dynamische Entwicklung auf dem Energiemarkt, sagte uns eine Sprecherin. Es gebe derzeit ein Allzeithoch, da den ganzen Welthandel betrifft.
„Verantwortlich hierfür sind verschiedene Gründe: Dazu zählt ein überraschend starkes Anziehen der weltweiten Konjunktur, welche auf geringe Förderkapazitäten trifft“, so Sachsen-Energie. „Flüssiggaslieferungen aus den USA landen deshalb größtenteils auf dem boomenden asiatischen Markt und nicht in Europa. Der lange und kalte Winter 2020 und 2021 hat die Speicher geleert. Zudem musste Gas die Defizite bei der Stromproduktion auf der Basis von Windkraft ausgleichen.“
Von der Preissteigerung nicht betroffen bleiben Kunden, die ein Erdgasprodukt mit laufender Preisgarantie beziehen. Davon abweichend erhalten einige Kunden produktspezifische Preisänderungen und parallel neue Angebote.
Rechenbeispiele je nach Verbrauch am Beispiel der Preiserhöhung um 1,43 ct/kWh brutto:
• monatlich 14,30 Euro (brutto) bei 12.000 kWh pro Jahr
• monatlich 20,26 Euro (brutto) bei 17.000 kWh pro Jahr
• monatlich 27,41 Euro (brutto) bei 23.000 kWh pro Jahr
Eine sichere Prognose, wie sich der Gaspreis in 2022 entwickeln wird, gibt es nicht. Die Experten gehen davon aus, dass noch bis Mitte 2022 mit einem hohen Preisniveau gerechnet werden muss.
