Ganztägiger Warnstreik bei den DVB
Nichts geht mehr – für Schüler, Studenten und alle, die mit Bus und Bahn zur Arbeit oder nach Hause wollen.Die Gewerkschaft Verdi bestreikt seit Montag 03.00 Uhr bis Dienstag 03.00 Uhrganztägig die DVB.Laut Verdi ist der Nahverkehr größtenteils zum Stillstand gekommen.Dies betraf auch den Schülerverkehr!Diese Linien sind vom Streik betroffen:1,2,3,4,6,7,8,9,10,11,12,13,61,70,75,80,81,62,63,64,65,66Folgende Linien fahren:Einzelne Fahrten gibt es bei:Linie 61,62,63, 64 (selten), 65 (alle 30-45 Minuten), 66 (selten), 70, 75, 80, 81 (alle 30-45 Minuten)Nahezu ohne Einschränkungen fahren die Linien:71, 72, 74, 77, 79, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94Für einzelne Teilstrecken im Stadtgebiet, können folgende Buslinien genutzt werden:261, 305, 308, 309, 326, 328, 333, 360Die Standseilbahn wird nicht mehr bestreikt und ist seit heute Vormittag wieder in Betrieb.Ausnahmen beim Streik: Busse im Umland & ElbfährenAusgenommen vom Streik sind Tochterunternehmen der DVB, zum Beispiel die DVS und Taeter Tours, private Busanbieter wie Satra Eberhardt und Müller Busreisen, sowie die Busunternehmen im Umland, wie RVD, OVPS und die VGM in Meißen.Auch der Ersatzverkehr auf der Linie 11 fährt. In Betrieb sind auch die Elbfähren. S-Bahnen und Regionalzüge fahren ebenfalls.Viele Staus und ausgebuchte TaxisViele Fahrgäste hatten sich auf den Streik eingestellt, die meisten Haltestellen waren am Montagmorgen verwaist. Viele stiegen aufs Auto um. So bildeten sich im Berufsverkehr immer wieder Staus, u. a. auf der Leipziger Straße, Pillnitzer Landstraße, Carolabrücke und der Grundstraße. Hochbetrieb auch für die Taxifahrer, die Taxigenossenschafft hat ca. 400 Taxen im Einsatz. Die Taxi-Hotline war am Montagmorgen allerdings schwer zu erreichen.Auch Servicepunkte betroffenWie die DVB mitteilen, werden auch die Servicepunkte zum Beispiel am Postplatz und am Hauptbahnhof bestreikt.Auf ihrer Facebook-Seite teilten die Verkehrsbetriebe mit, dass man über die Info-Hotline 857-1011, sowie über Facebook und Twitter informiere. Dort heißt es: "Momentan ist es so, dass zwar leider keine Bahnen fahren, doch Busse können vereinzelt jedoch unregelmäßig verkehren. Wir möchten und werden Euch nicht gänzlich unwissend im Regen oder Schnee stehen lassen! Entschuldigt bitte diese Ausnahmesituation." Schulen informiertDie Schulen haben am Freitag die Elternvertrer per E-Mail über den drohenden Streik informiert. Das Schulverwaltungsamt schreibt: "Bitte sensibilisieren Sie die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern für diese Situation."Von der Bildungsagentur hieß es, zwar bestehe Schulpflicht. Wenn sich Schüler aufgrund des Streiks verspäten oder nicht kommen können, sollten Eltern die Schulleitung in jedem Fall telefonisch informieren.Verdi will Druck auf Arbeitgeber erhöhenArbeitgeber und Gewerkschaft haben sich bei den bisherigen Tarifverhandlungen nicht einigen können. Die rund 3500 Angestellten im Nahverkehr in Sachsen fordern unter anderem Lohnzahlungen ab dem 1. Krankheitstag und eine Reduzierung der Arbeitszeit.Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft vor Verhandlungsrunde am Dienstag noch einmal den Druck erhöhen.Scherzbolde berichten von StraßenbahnentführungIm Sozialen Netzwerk Twitter berichteten Scherzbolde von einer vermeintlichen Straßenbahnentführung in der Friedrichstadt. Das twittertete ein gefälschter Account (@DVBAC), der mit dem Logo der DVB AG täuschend echt aussah. Nach kurzer Zeit wurde der Account gesperrt.Unter dem Hashtag #DVBStreik samelten sich bereits am Montagvormittag hunderte Tweets mit Informationen und Fragen zum Streik. Die Verkehrsbetriebe versuchten per Twitter Fahrgastfragen zu beantworten.Aktuelle Informationen finden sie auch unter http://www.dvb.deDVB-Twitter-InformationenStreikinformationen der DVB: http://www.dvb.de/de/Aktuelles/DVB-Nachrichten/?NewsID=417