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G6-Gipfel auf Schloss Moritzburg beendet

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Am Diens­tag­mittag ist das Treffen der G6-Innen­mi­nister in Moritz­burg beendet worden. Inzwi­schen sind die Teilnehmer in Klotz­sche wieder abgeflogen, teilte die Polizei mit. Am Vormittag wurden drei Demons­tranten auf einem Schlauch­boot im Schloss­teich gestoppt.Auf einem Trans­pa­rent kriti­sierten sie die Flücht­lings­po­litik der EU und die gemein­same Grenz­schutz­or­ga­ni­sa­tion FRONTEX. Die mutma­ß­li­chen Initia­toren teilten per E-Mail mit: "Wir haben (...) die Gelegen­heit genutzt mit einem Schlauch­boot auf dem Moritz­burger Schloss­teich unsere Kritik am G6 Treffen mit einem Trans­pa­rent und Sprech­chören zu äussern. 1300 Polizisten konnten uns nicht daran hindern einen kleinen Padde­l­aus­flug zu unter­nehmen. Dementspre­chend irritiert war auch die Wasser­po­lizei über die Arbeits­moral ihrere Kollegen am Land. „Wie haben sie es nur geschafft mit dem Boot auf den See zu kommen?“ Das Treffen spiegelt einmal mehr die inhumane und mörde­ri­sche Politik der Europäi­schen Union im Umgang mit Geflüch­teten wieder. Es wird ein Bedro­hungs­sze­nario konstru­iert das die Abschot­tung Europas legiti­miert auf Kosten von tausenden Menschen­leben."Die Demons­tranten wurden von einem Polizei­boot gestoppt, die Identität festge­stellt. Zudem wird Anzeige erstattet, teilte eine Polizei­spre­cherin mit. Ein Thema des Gipfels war eine Umver­tei­lung der Flücht­linge inner­halb der Europäi­schen Union. Das Thema bleibt umstritten,  sagte Bundes­in­nen­mi­nister Thomas de Maizière. Er begrüßte den Vorschlag der EU-Kommis­sion, mittels Quote Flücht­linge in der EU umzuver­teilen. Jedoch müssten bereits erbrachte Leistungen einzelner Länder stärker berück­sich­tigt und nur solche Flücht­linge verteilt werden, die auch Aussicht auf Asyl hätten. Die Polizei hatte den G6-Gipfel in Moritz­burg mit rund 1300 Beamten abgesi­chert.