Historische Vorlage für Fürstenzug wird restauriert
Das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen restauriert ab sofort sein größtes Werk: Die monumentalen Malvorlagen zum berühmten Fürstenzug.
Immer donnerstags lassen sich die Experten dabei auch über die Schulter schauen. Zwischen 10 und 18 Uhr können Besucher die Restaurierungsarbeiten aus nächster Nähe verfolgen.
Die elf Vorlagen im Maßstab 1:1 ergeben nebeneinandergelegt eine durchgehende Zeichnung von einhundert Meter Länge. Die Kartons zum Fürstenzug schuf der Historienmaler Wilhelm Walther zwischen 1869 und 1872.
In den Jahren 1872–76 dienten die Kartons als Vorlage für das an der Dresdner Augustusstraße ausgeführte Fresko in Kratzputz. Nachdem dieses rasch verwitterte, schickte man die Kartons 1904 in die Porzellanmanufaktur nach Meißen. Dort verwendeten sie die Porzellanmaler für die Anfertigung der auf Fliesen ausgeführten Fassung des Fürstenzuges, heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Dresdens.