Fünf Ermittlungsverfahren nach Ausschreitungen in Prohlis
Nach den Ausschreitungen Anfang Oktober vor der geplanten Asylunterkunft in einer ehemaligen Schule in Dresden-Prohlis hat die Polizei fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das teilte das Innenministerium auf eine Anfrage der Linken mit. Ermittelt wird u.a. wegen Landfriedensburch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen und Körperverletzung, teilte das Innenministerium mit. Am 9. Oktober hatten etwa 80 teils alkoholisierte Menschen Böller vor der Schüle gezündet und Flaschen auf Polizisten geworfen. Die Beamten mussten insgesamt 240 Beamte von verschiedenen anderen Einsätzen nach Prohlis beorden, um die Lage zu beruhigen, auch Wasserwerfer rückten an. Zwei Tage vorher flogen zudem Molotowcocktails auf das Gebäude an der Boxberger Straße. Zu dem Brandanschlag gibt es derzeit noch keine neuen Erkenntnisse.Bereits bei einer ersten Bürgerversammlung zum Thema am Montag dieser Woche hatte sich erhebliches Konfliktpotential abgezeichnet, wir hatten darüber berichtet. Zudem wurden die Schüler der 89. Grundschule nach massivem Protest von Eltern in ein anderes Schulhaus am Terrassenufer verlegt.