Frühjahr sorgt für weniger Arbeitslose - 34 000 offene Stellen in Sachsen
Die Frühjahrsbelebung hält an: Nach dem Rekordmonat März ist die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen erneut rückläufig. Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, waren im April insgesamt 145 100 Frauen und Männer im Freistaat arbeitslos gemeldet. Das waren 9300 weniger als noch im März und sogar 19 800 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im April bei 6,9 Prozent.Zum einen seien zahlreiche Menschen nach den Wintermonaten wieder bei ihrem alten Betrieb eingestellt worden, sagte Agenturchef Klaus-Peter Hansen. Zusätzlich habe es im vergangenen Monat viele Neueinstellungen gegeben, „weil die Unternehmen volle Auftragsbücher haben.“ Viele Menschen hätten in den vergangenen Wochen neue Arbeitsverträge unterschrieben.Auch die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge ging im April leicht zurück - um 118 auf 6300. Sie machen damit 4,3 Prozent der Arbeitslosen im Freistaat aus.Dennoch sind aktuell mehr als 34 000 Stellen in Sachsen zu besetzen; „so viele wie nie zuvor“, erklärte Hansen. Viele Betriebe suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern - gefragt sind vor allem Fachkräfte, Techniker oder Akademiker, für die rund 80 Prozent der freien Stellen ausgeschrieben sind. Das Problem: Laut Landesarbeitsagentur kann nur jeder zweite Arbeitslose überhaupt als Fachkraft arbeiten. Daher müsse weiter in die Bildung investiert werden, so Hansen. Allein bis zum Jahresende stehen für die Qualifizierung rund 34 Millionen Euro zur Verfügung. „Damit wollen wir helfen, Sachsen zu veredeln.“ (DPA)