Friedrichstadt: Täter kommt in die Psychiatrie
Der 41-Jährige Türke, den die Dresdner Polizei am Mittwoch in der Friedrichstadt angeschossen hat, ist in ein Fachkrankenhaus eingeliefert worden. Es gebe Anhaltspunkte, dass der Beschuldigte psychisch schwer erkrankt ist, sagte uns ein Polizeisprecher.
Deshalb könnte er vermindert schuldfähig sein. Anhaltspunkte für ein islamistisches Tatmotiv gibt es nicht. Der Mann hatte am Mittwoch mehrere Menschen mit einer Schusswaffe bedroht. Er wurde nach einem Schusswechsel von Spezialkräften überwältigt.
„Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, eine Schusswaffe ohne die erforderliche Erlaubnis mit sich geführt zu haben“ heißt es weiter von der Polizei. Der Mann soll die Waffe an einer Baustelle auf der Berliner Straße in Richtung von drei Bauarbeitern gehalten und dabei Schussgeräusche imitiert haben. Anschließend soll sich der Türke in einen Lebensmittelmarkt an der Kreuzung Berliner Straße / Menageriestraße begeben und die Schusswaffe dabei offen getragen haben.
Zwischenzeitlich hatten Einsatzkräfte der Polizei den Markt umstellt. Nach dem Verlassen des Marktes soll der Mann auf die Knie gegangen sein, mehrfach die Worte „Allahu akbar“ gerufen und die Waffe ruckartig in Richtung eines Einsatzteams der Polizei gerichtet haben, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass er einen Schuss in Richtung der Beamten abgab. Anschließend schossen Polizeibeamte zweimal auf ihn, wodurch der 41-Jährige schwer verletzt wurde. Er wurde anschließend durch die Polizeibeamten entwaffnet.
