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Freizeitparks in Sachsen bereiten Saison vor - vieles aber unklar

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Die Freizeitparks in Sachsen bereiten sich trotz ungewisser Vorgaben im dritten Coronajahr auf die Saison vor. „Wir haben keine Tendenz, welche Einschränkungen es im Frühjahr zum Start geben wird. In die Planungen fließen auf jeden Fall die Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre mit ein“, sagte der Sprecher des Freizeitparks Belantis nahe Leipzig, Markus Langnickel. Zwei Jahre in Folge wurde der Park erst mit zweimonatiger Verspätung eröffnet. In diesem Jahr sollen am 26. März die Tore für Besucher öffnen.

Im Freizeitpark Plohn im Vogtland gehen die Betreiber von einer Eröffnung am 14. April aus. Auf diesen Termin seien alle Vorbereitungen wie die Wartung und Reparaturen der Fahrgeschäfte, TÜV-Abnahmen oder Personalakquise abgestimmt.

Der Sonnenlandpark in Lichtenau hatte bereits wegen der Pandemie die Wintersaison komplett abgesagt, hofft nun aber am 1. April auf die Wiedereröffnung. „Bei gutem Wetter vielleicht auch schon im März“, sagte Sprecherin Anita Müller.Bis dahin gelte es, den rund 30 Hektar großen Park betriebsbereit zu machen, die Sturmschäden der vergangenen Wochen zu beseitigen und die Fahrgeschäfte zu schmieren. Vor allem hoffe man, das neue Hotel eröffnen zu können.

Die finanzielle Situation der Freizeitparks sei angespannt, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU), Jürgen Gevers. Erschwerend sei hinzugekommen, dass Freizeitparks als erstes schließen mussten und als letztes wieder öffnen durften.

Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre hätten die Betreiber aber gelernt „auf Sicht zu fahren“, betonte Gevers. Er forderte keine zusätzlichen Finanzhilfen, sondern die Abschaffung der Besteuerung von Mitarbeiterunterkünften für saisonale Arbeitskräfte und die Verdopplung der Beschäftigungsdauer bei kurzfristigen Beschäftigungen für Studenten und Rentner. „Und wir brauchen vor allem endlich eine steuerliche Gleichstellung der Eintrittsentgelte von Freizeitparks gegenüber denen von Zoos, Wildparks, Kinos, Schwimmbädern, Museen, Bergbahnen und anderen Freizeiteinrichtungen.“ ( dpa )