Freie Fahrt auf Meißner Straße in Radebeul
Auf der Meißner Straße in Radebeul kann ab heute Abend (15.11.,18.00 Uhr) der Autoverkehr wieder rollen. In über einem Jahr Bauzeit wurden Gleise, Fahrbahnen und Gehwege erneuert. Der stark befahrene Streckenabschnitt erhielt außerdem Schutzstreifen für Radfahrer, eine neue Straßenbeleuchtung und barrierefreie Haltestellen mit modernen Fahrgastinformationssystemen.
Ab morgen (16.11., 3.30 Uhr) rollt dann auch die Linie 4 wieder von der Dresdner Innenstadt durchgängig über Radebeul und Coswig bis nach Weinböhla.
Für die Einwohner der Stadt Radebeul hat sich mit dem Ausbau der Meißner Straße zwischen Gleisschleife Radebeul Ost und der Einmündung Eduard-Bilz-Straße die Verkehrsinfrastruktur erheblich verbessert, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung der Stadt Radebeul und der DVB. Die Dresdner Verkehrsbetriebe konnten eine der längsten Langsamfahrstellen im Straßenbahnnetz beseitigen. Jede Fahrt der Straßenbahnlinie 4 ist nun bei der Hin- und Rückfahrt jeweils drei Minuten schneller. Der Radebeuler Oberbürgermeister Bert Wendsche kritisiert unterdessen die geplante veränderte Streckenführung der Linie 4 statt nach Laubegast vom Hauptbahnhof nach Prohlis. Damit fallen die Verbindungen unter anderem zum Altmarkt und zum Pirnaischen Platz, der sogenannten „Kulturlinie“ weg. Wendsche wirbt dafür diese Entscheidung nochmals zu überdenken.
Seit dem 4. September 2023 bauten die Stadt Radebeul und die DVB eine rund 780 Meter lange und völlig verschlissene Verkehrsanlage auf der Meißner Straße grundhaft aus. Dabei wurden nicht nur Gleise, Fahrleitungen, Fahrbahnen und Gehwege erneuert. Der stark befahrene Streckenabschnitt auf der Hauptachse durch Radebeul erhielt auch Schutzstreifen für Radfahrer, eine neue Straßenbeleuchtung und barrierefreie Haltestellen mit modernen Fahrgastinformationssystemen an der Hauptstraße und der Zinzendorfstraße.
Zugleich erneuerten die SachsenNetze im Auftrag der Stadtwerke Elbtal GmbH und die Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Radebeul+Coswig mbH im Auftrag der Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul GmbH ihre unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen.
Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 15 Millionen Euro. Für den Anteil der Investition in die Infrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) von 8,1 Millionen Euro wurden 6,3 Millionen Euro Förderung bei Bund, Land und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) beantragt. Kosten der DVB, die über diese Förderung hinausgehen, werden gemäß dem Investitionssicherungsvertrag vom Landkreis Meißen - anteilig mitfinanziert von den Städten Radebeul und Coswig sowie der Gemeinde Weinböhla - übernommen.
Der Kosten für den eigentlichen Straßenausbau betragen 4,5 Millionen Euro und werden durch die Stadt Radebeul ohne Förderunterstützung getragen. Die verbleibenden Kosten verteilen sich auf die beteiligten Medienunternehmen.