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Frauke Petry erwägt Rückzug aus der AfD

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AfD-Chefin Frauke Petry erwägt offenbar einen Rückzug aus der Politik. Dem Tagesspiegel sagte Petry, weder die Politik noch die AfD seien für sie alternativlos. Es sei sinnvoll, das eigene Leben von Zeit zu Zeit zu überdenken und neu zu justieren. "So halte ich das auch jetzt, nach mehr als vier Jahren in der AfD, die einen enormen Kraftaufwand bedeutet haben und den Abschied von einem geregelten Leben", sagte Petry dem Tagesspiegel. Mit Blick auf Anfein­dungen auch aus den eigenen Reihen sagte Petry der Zeitung, man dürfe Angriffe in der Politik nicht persönlich nehmen, "sonst hält man es nicht lange aus". Allerdings müsse jeder Politiker zugeben, dass ihn die Auseinandersetzungen auch persönlich berührten: "Alles andere wäre gelogen." Wie ein Tagesspiegel-Journalist mitteilte, seien die Zitate von Petry so autorisiert worden. Ihr Sprecher teilte zu den Bericht über Gedanken zu ihrem Rückzug mit, "da ist nichts dran", meldete MDRaktuell bei Twitter. Gegenüber der Deutschen Presseagentur wollten sich Petry und ihr Sprecher nicht zu den Aussagen äußern."Ich glaube nicht, dass Frauke Petry jetzt die Flinte ins Korn wirft", sagte Dirk Driesang, Beisitzer im AfD-Bundes­vor­stand, der Deutschen Presse-Agentur. Petry sei aus seiner Sicht auch "sehr wichtig für den Erfolg der AfD". Vielleicht habe die Partei­chefin mit ihrer Äußerung andeuten wollen, dass es für sie auch eine Grenze gebe. Für eine AfD, die den Ideen des Thüringer AfD-Rechts­au­ßens Björn Höcke folge, stünden Petry, er selbst und auch einige andere AfD-Funktio­näre nicht zur Verfü­gung.Beim Landes­par­teitag der AfD in Weinböhla am vergan­genen Wochen­ende war Petry beim Auftritt eines Kriti­kers, der gegen sie auf Listen­platz 1 kandi­dieren wollte, in Tränen ausge­bro­chen. Bei dem Parteitag hatten sich die Delegierten zudem gegen einen Partei­aus­schluss des Richters Jens Maier ausge­spro­chen. Maier wurde auf Platz 2 der Landes­liste gewählt. Er hatte vor dem Auftritt von Björn Höcke im Ballhaus Watzke vor den 500 Gästen von "Misch­völ­kern" gespro­chen und den deutschen Schuld­kult für "endgültig beendet" erklärt. Seitdem wird von einem Richtungs­streit zwischen dem "Höcke-Flügel" und dem "Petry-Flügel" in der AfD gespro­chen.