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Forscher aus dem Freistaat fischen Corona-Daten aus Fäkalien

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Sächsische Wissenschaftler arbeiten daran, an bessere Daten über die Verbreitung von Corona zu gelangen – und diese wollen sie aus Abwasser gewinnen. In diesen Tagen beginnt die Testphase. Beteiligt sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aus Leipzig und die Technische Universität Dresden.

Sie wollen erste Tests mit 20 Kläranlagen durchführen – unter anderem in Leipzig, Dresden oder auch Köln. Beim Abwasser-Monitoring werden kleinste Spuren von Corona-Viren bzw. der Viren-DNA erfasst. Die Forscher aus dem Freistaat wollen drei Methoden testen, um diese Proben aufzubereiten.

Wenn man künftig an 900 Kläranlagen Proben entnehmen würde, könnte man einen Großteil der Bevölkerung auf ihre Durchseuchung testen. Bei überschaubaren Kosten könnte man Infektionsherde frühzeitig und örtlich genau erfassen. Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow meint, die von den sächsischen Forschern angewandte Methode sei sehr vielversprechend.