Flughafen-Gastronom verliert Klage und meldet Insolvenz an
Paukenschlag am Dresdner Flughafen: Der bisherige Airport-Gastronom ist vor dem Dresdner Landgericht mit einer Klage gegen die Kündigung gescheitert. Er wolle aber in Berufung gehen, sagte Gastronom Roland Hess. Gleichzeitig musste er für seine Firma Planinsolvenz anmelden.Flughafen will zeitnah neuen Gastro-Betreiber findenEin Flughafensprecher sagte unserem Sender, das Gericht sei der Auffassung des Airports gefolgt. Nun werde ein neuer Anbieter gesucht. "Es gab eine Ausschreibung und mehrere Interessenten", so Sprecher Uwe Schuhart. Mit einem Anbieter habe man die Gespräche intensiviert. "Zeitnah" solle ein neuer Betreiber für Cafés und Restaurant im Flughafen feststehen. Landgericht bestätigt RäumungsklageDer Gastronom sei am 02. Dezember zur Räumung der Gewerbeflächen im Flughafen verurteilt worden, sagte Gerichtssprecher Ralf Högner unserem Sender. Das Verfahren habe einen Streitwert von 150.000 Euro, so Högner. Die Widerklage der flair GmbH wurde abgewiesen. Flair wollte einen Schaden von 616.000 Euro geltend machen. Allerdings sei das Urteil noch nicht rechtskräftig, sagte Högner weiter. Eine Berufung vor dem Oberlandesgericht sei möglich. Die hat Roland Hess bereits angekündigt.Flughafengastronom muss in die InsolvenzDer Flughafen habe ein Unternehmen, das floriert, in die Insolvenz getrieben, kritisiert Hess im Interview mit unserem Sender. Aufgrund der Gerichtsentscheidung habe man nun Planinsolvenz anmelden müssen. Der Betrieb der Cafés am Flughafen werde aber weiter fortgesetzt. Hess setzt sich zudem dafür ein, dass für seine Mitarbeiter am Flughafen ein geregelter Übergang gefunden wird. Er kritisierte die Flughafen-Kommunikation und die Miet- und Pachtleitung. Hess sagte, er habe ein großes Vertrauensproblem, was Verträge angeht. Ihm sei Exklusivität für die gastronomischen Angebote zugesichert worden. Hess monierte, dass es später dennoch auch andere Snackangebote gab. Roland Hess betreibt seit 10 Jahren die Airport-Gastronomie.