Firmen-Chef: AfD „schlecht fürs Geschäft“
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sieht in Weltoffenheit den „Schlüssel des Erfolgs“ für die Wirtschaft. Das sagte er anlässlich eines Besuches am Dienstag in Dresden, bei dem er u.a. auch die Elbe Flugzeugwerke in Klotzsche besuchte.
Unternehmen leben von der internationalen Vernetzung und vom internationalen Austausch, sagte der Minister bei einem Besuch der Elbe Flugzeugwerke in Dresden. Weltoffenheit sei als Standortfaktor deshalb ein wichtiger Aspekt und müsse geschützt werden. Man brauche eine Willkommenskultur, damit auch zwischen den Standorten ein Personalaustausch stattfinden könne. „Wer glaubt, dass man mit einem Rückzug aus dem Internationalen den eigenen Standort schützen kann, der irrt sich gewaltig.“ Nur internationaler Austausch sichere Arbeitsplätze vor Ort.
In den Elbe Flugzeugwerken sind rund 2200 Beschäftigte aus mehr als 30 Nationen beschäftigt. Nach den Worten von Geschäftsführer Jordi Boto schaue das Unternehmen sehr aufmerksam auf die sächsischen Landtagswahlen am 1. September. Unternehmen dürften sich in dieser Situation nicht passiv verhalten, sondern müssten das Thema Internationalität offen kommunizieren. „Wir leben vom Austausch von Waren und Produkten weltweit. Unsere Kunden sind überall auf der Welt.“ Man sei angewiesen auf Partnerschaften und Kooperation mit Menschen Leuten aus aller Welt, ob nun aus China, Afrika oder Amerika. „Wir sind keine Insel.“ Wer sich gegen eine weltoffene Wirtschaft und Kultur wende, gefährde ein Geschäftsmodell und auch die Gesellschaft: „Das ist nicht gut fürs Geschäft.“
Wissing war auf Einladung des Dresdner FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst in die Landeshauptstadt gekommen. Dabei äußerte er sich auch zur Zukunft von Regionalflughäfen. Das sei zwar in erster Linie ein Thema der Landesregierungen. Eine gute Anbindung an den internationalen Luftverkehr sei jedoch ein gravierender Standortvorteil. Der Luftverkehr werde insgesamt an Bedeutung gewinnen. „Unsere Verkehrsprognose rechnet mit einem Plus von 70 Prozent bis zum Jahr 2051.“ Vor allem die Luftfracht werde stark zunehmen. Ein Segment, das speziell die Elbe Flugzeugwerke bedienen.
Sie sind Weltmarktführer beim Umbau von alten Passagier- in Frachtmaschinen. Mit über 200 umzubauenden Maschinen seien die Auftragsbücher bis ins Jahr 2028 gut gefüllt. Erst letztes Jahr wurden dafür 300 neue Mitarbeiter eingestellt. (mit dpa)