Finanzkontrolle durchsucht Wohnungen in Dresden

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Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Hauptzollamt ermitteln aktuell gegen vier Männer wegen verschiedener Wirtschaftsverbrechen. Unter anderem wird dem Deutschen, dem Bulgaren, dem Türken und dem Aserbaidschaner Veruntreuung und Vorenthaltung von Arbeitsentgeldern in mehreren Fällen vorgeworfen. Sie sollen als Geschäftsführer einer Dresdner Baugesellschaft zwischen Mai 2015 und Dezember 2020 Arbeitnehmer beschäftigt und diese Beschäftigung in einer Vielzahl von Fällen nicht oder nicht in vollem Umfang an die zuständigen Einzugsstellen der Sozialversicherung gemeldet und die fälligen Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung und die Sozialkassenbeiträge nicht im geschuldeten Maße abgeführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht derzeit von einem Schaden von mindestens 500.000,00 Euro aus.

Im Rahmen der Ermittlungen sind am Donnerstag 17 Wohnungen und Geschäftsräume in Dresden, Freital, Bischofwerda, Radeberg und in Aßlar in Hessen durchsucht und eine große Menge Beweismaterial sichergestellt worden. Dazu zählen unter anderem Dokumente, Speichermedien, Handys und Kreditkarten. Darüber hinaus wurden auch ein Einhandklappmesser und ein Schlagring gefunden und sichergestellt. An dem Einsatz waren 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beteiligt.

Da derzeit keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vorliegen, wurde gegen die Beschuldigten kein Haftbefehl erlassen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.