Radwege und Millionenförderung für das Blauen Wunder

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Die Sanierung des Blauen Wunders in Dresden ist gesichert, zumindest vorerst. Der Freistaat unterstützt das Vorhaben mit einer Summe von 13 Millionen Euro. Ein entsprechender Förderbescheid wurde am Donnerstag übergeben. Die Summe entspricht der Hälfte der Sanierungskosten von insgesamt 26 Millionen Euro.

Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn zeigte sich erleichtert. Ohne Fördermittel wäre die Fortführung der Arbeiten schwierig geworden. Nun können die weiteren Baumaßnahmen geplant werden, sagte uns Kühn: "Dieses Jahr haben wir ja relativ klein angefangen, mit 2,4 Millionen Euro. Jetzt können wir mit größeren Beträgen in die Sanierung gehen."

Im Fokus stehen vor allem Arbeiten beim Korrosionsschutz und Stahlbau. Erkennbar wird das dadurch, dass die Brücke künftig wieder Blau erstrahlen wird. In diesem Jahr wurde bei den Arbeiten an den kritischen Stahlteilen, im Mittelteil der Brücke begonnen. Von dort aus werden die Arbeiten zunächst weiter Richtung Blasewitz durchgeführt.

Die Sanierung wird weitere Jahre in Anspruch nehmen. Zudem wird es auch weiterhin Sperrungen geben, so Kühn: "Immer dann, wenn die Baugerüste aufgebaut werden. Aber es wird keine längere Sperrzeiten wie in diesem Sommer 2022 geben."

Zusätzliche Spur für Radfahrer

Eine weitere Veränderung steht zudem an: Auf der Brücke entstehen Radverkehrsanlagen für mehr Sicherheit. Damit haben die Radfahrer künftig eine eigene Spur zur Verfügung. Bislang nutzten diese oft die Gehwege auf der Brücke, wodurch es oft zu Konflikten mit Fußgängern kam.

Für Autofahrer heißt das, dass auch nach dem Abschluss der größten Bauarbeiten im Herbst 2023 weiterhin nur zwei Spuren genutzt werden können. Zuvor waren es drei gewesen.