Striezelmarkt-Finale! So viel Glühwein wurde getrunken
Der 590. Dresdner Striezelmarkt ist vorbei. Bis Heiligabend luden Händler zum gemütlichen Schlendern, Glühwein trinken oder Last-Minute-Geschenke shoppen ein.
Wie in jedem Jahr wurde bereits vorab große Bilanz gezogen. Die Zahlen zeigen, dass Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt auch 2024 ein riesiger Erfolg war. Fast zwei Millionen Menschen zog es auf den ältesten Platz der Stadt. Die Hotels berichten von einer enormen Nachfrage, Busse und Bahnen waren die vergangenen Wochen zum Platzen voll.
Insgesamt gingen 720.000 Striezelmarkt-Tassen über die Theke. 140.000 Liter Glühwein wurden konsumiert. Das grüne Design der diesjährigen Tassen war dabei so beliebt, dass gleich 81.000 Tassen als Andenken mit nach Hause genommen wurden. „Wir haben fast die gesamte Charge verkauft“, sagte uns Marktleiter Stefan Heilig. Insgesamt wurden 90.000 der Tassen produziert.
Bei allen Zahlen liege man bei einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr „beziehungsweise leicht drüber“, so Heilig weiter. Der Striezelmarkt war dabei deutlich ausgebucht. So hätten sich wesentlich mehr Betreiber für die Buden beworben, als eigentlich zur Verfügung stehen.
Die insgesamt 213 Händler zeigen sich vollends zufrieden. Die Besucher gaben gerne Geld aus, oder genossen das pickepackevolle Kulturprogramm mit 186 Highlights. In der Schaubackstube wurden 100.000 Plätzchen gebacken und eine Tonne Stollen verarbeitet.
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Sicherheitskonzept im Blick
"Der Anschlag in Magdeburg hat uns sehr betroffen gemacht", sagte uns Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka. Bei dem tragischen Vorfall war ein Mann mit einem Auto über den Weihnachtsmarkt gerast. Dabei starben fünf Menschen, über 200 wurden verletzt.
"Der Striezelmarkt und der Neumarkt sind sehr sicher, da gibt es einen geschlossenen Zufahrtsschutz ringsherum", so Pratzka gegenüber unserem Sender. Probleme seien eher die Hauptstraße in der Neustadt und die Prager Straße. Dort wurde umgehend nachgebessert. Im kommenden Jahr sollen diese Märkte noch besser aufgestellt werden.
Weniger Straftaten bei der Polizei
Die Striezelwache registrierte in diesem Jahr etwas weniger Straftaten als 2023. "Wir haben knapp 40 Straftaten in diesem Jahr aufgenommen, im letzten Jahr waren es um die 60", so Polizeisprecher Karsten Jäger.
Darunter waren 13 Taschendiebstähle. Knapp 20 Kinder hatten zwischenzeitlich ihre Eltern verloren, konnten aber alle wohlbehalten ihren Eltern übergeben werden.
Zudem hätte es fast ein "Striezelkind" gegeben. Einer Frau platzte beim Besuch des Weihnachtsmarktes die Fruchtblase. Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, dort erblickte ihr Kind dann das Licht der Welt.
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Abbau startet am Freitag
Am Freitag startet dann der Abbau der Hütten auf dem Altmarkt. Bis Silvester wolle man einen Großteil räumen.
Komplett leer soll der Platz dann am 7. Januar sein. Lange bleibt das aber nicht so: Schon am 22. Januar kündigt sich das nächste Event, das "Dresdner Winterfest" mit großer Eislauffläche an.
Außerdem können sich Weihnachtsfans den nächsten, 591. Striezelmarkt schon gleich vormerken: 2025 heißt es dann "Endlich wieder striezeln" vom 26. November bis 24. Dezember.