Feuerwehr Dresden für schwierige Einsatzlagen gerüstet
Dresden ist ab jetzt noch besser für gefährliche Feuerlagen gerüstet. Die Feuerwehr hat einen neuen Spezialcontainer bekommen, der die Rauch- und Wärmeabführung bei Einsätzen in großen, schwer zugänglichen Objekten – etwa in Tiefgaragen, Industrieanlagen oder bei Waldbränden – erheblich verbessert. Kosten 509.500 Euro, wovon der Freistaat Sachsen 75 Prozent übernommen hat. Der sogenannte Abrollbehälter wird zukünftig von der Feuer- und Rettungswache Striesen aus eingesetzt.
Eine Art Minibagger ist im Inneren untergebracht
Im 6,90 Meter langen Abrollbehälter befinden sich ein fernbedienbares Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) mit einer Wassernebelreichweite von bis zu 60 Metern sowie ein Hochleistungslüfter, der Luftmengen von bis zu 50.000 Kubikmetern pro Stunde bewegen kann. Darüber hinaus gehören mehrere Akku-Hochleistungslüfter, Stromerzeuger sowie umfangreiches Schlauchmaterial zur Ausstattung. Mit Beladung wiegt der Abrollbehälter 7,5 Tonnen.
Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig
Besondere Vorteile bietet der AB-Lüfter bei der Entrauchung sogenannter gefangener Räume – das sind Bereiche innerhalb von Gebäuden ohne Fenster oder andere Öffnungen außer einer Tür. In diesen Fällen müssen Zu- und Abluft über dieselbe Öffnung geführt werden, was herkömmliche Lüfter oft überfordert. Hier spielt das neue System seine Stärken voll aus.
In der Vegetationsbrandbekämpfung eröffnet das Löschunterstützungsfahrzeug neue Möglichkeiten: Mit seiner hohen Wurfweite für Wasser und Schaum kann es bei Flächenlagen gezielt eingesetzt werden. Bereits im März 2024 wurde das Löschunterstützungsfahrzeug im Rahmen einer groß angelegten Waldbrandübung erfolgreich getestet.