++ EIL ++

Feuerwehr-Bilanz: Zahl der Brände auf hohem Niveau

Zuletzt aktualisiert:

Die Dresdner Feuer­wehr ist im vergan­genen Jahr zu 820 Bränden ausge­rückt, fast genauso viele wie im Vorjahr (816). Fünf Großbrände gab es, darunter der Brand im Restaurant Schänkhübel an der B6 oder Wohnungs- und Hausbrände in Langebrück und an der Erfurter Straße. Todesopfer bei Bränden gab es im vergangenen Jahr nicht, teilte Feuerwehrchef Andreas Rümpel bei der Vorstellung der Jahresbilanz mit. Aller­dings wurden 301 Brände in Wohnungen oder Wohnhäu­sern regis­triert, in diesen Fällen geht es immer um Menschen­leben. Diese Zahl sei weiter auf einem hohen Niveau, sagte Rümpel.Häufiger Einsätze wegen hilfloser Senioren Immer häufiger muss die Feuer­wehr Türen aufbre­chen, um hilflose Menschen zu versorgen - 910 Einsätze gab es im vergan­genen Jahr - das waren 140 mehr als im Vorjahr. Meist machen sich Angehö­rige, Nachbarn oder Mitar­beiter von Pflege­diensten sorgen, weil niemand öffnet.Mehr FehlalarmeZudem ist die Zahl der Fehlalarme gestiegen, insbe­son­dere durch defekte an Brand­mel­de­an­lagen in großen Einkaufs­zen­tren, den Kliniken in Dresden und an der TU - 981 Fehlalarme wurden regis­triert, im Vorjahr waren es 907. In 19 Fällen hatte sich dabei jemand einen schlechten Scherz erlaubt.Die fünf kurio­sesten EinsätzeImmer wieder muss die Dresdner Feuer­wehr auch zu kuriosen Einsätzen ausrü­cken, Feuer­wehr-Chef Rümpel präsen­tierte auf der Jahres­pres­se­kon­fe­renz seine Top 5:1.) Gefangen auf dem BalkonIm November musste die Feuer­wehr anrücken, da mehrere Menschen auf einem Balkon am Dahli­enweg in Gorbitz gefangen waren. In der Wohnung befand sich nur ein zweijäh­riges Kind, der den Erwach­senen nicht helfen konnte. Andere Kinder hatten die Tür geschlossen und waren dann nach unten zum Spielen gegangen. Die Anwohner wurden befreit, solche Einsätze gebe es häufiger, hieß es.2.) Haarspray im Senio­ren­heimIn einer Senio­ren­re­si­denz an der Königs­brü­cker Straße wollte eine Bewoh­nerin im Juli ihre Haare mit reich­lich Haarspray zurecht machen. Die Haare saßen zwar perfekt, aller­dings wurde durch das Spray der Rauch­melder aktiviert, die Feuer­wehr konnte deswegen wieder schnell abrücken.3.) Teuerste Zigarette des JahresDeospray hat im Juli für einen Feuer­wehr­ein­satz in einem Hotel am Külz-Ring gesorgt. Dort hatte ein Hotel­gast im Zimmer geraucht und wollte den Geruch mit Deo überde­cken, aller­dings löste der Brand­melder aus. Laut Feuer­wehr­chef dürfte das wohl die teuerste Zigarette des Jahres gewesen sein, 450 Euro musste der Gast für den Einsatz zahlen.4.) Waschbär im Motor­raumAm Stern­platz erfasst ein Polo im Oktober einen Waschbär. Das Tier landete im Motor­raum. Die Feuer­wehr musste den Kühler­grill aufschneiden, um das Tier zu befreien. Der Waschbär wurde anschlie­ßend in der Heide ausge­setzt.5.) Paket löst Ketten­re­ak­tion ausIm Elbepark war im August in einem Einkaufs­markt ein Paket ungünstig umgestürzt. Es traf einen Feuer­lö­scher, der entleerte sich und aktivierte den Brand­alarm.Einsätze auf der ElbeAußer­ge­wöhn­lich waren außerdem im vergangen Jahr die Einsätze an der Elbe. In zwei Dampfern der Sächsi­schen Dampf­schiff­fahrt brachen im vergan­genen Jahr Feuer aus. Zudem musste der Frachter "Albis" aufwändig freigeschleppt werden, dieser stand tagelang an der Albertbrücke quer.