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Feuerwehr-Bilanz: Mehr Brände in Dresden und mehr Autobahnunfälle

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Die Dresdner Feuerwehr hat immer mehr zu tun: fast 28.000 Einsätze wurden im vergangenen Jahr registriert. Ein Plus von 200 im Vergleich zum Vorjahr. Am häufigsten sind dabei Rettungsdiensteinätze, das waren fast 21.000. In 5.500 Fällen ging es um technische Hilfe zum Beispiel nach Unfällen. In 2.100 Fällen ging es um Brandalarmierungen, darunter waren 1.125 Fehlalarme.

Trockenheit sorgt für mehr Brände

Die Zahl der Brände ist im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent auf 950 gestiegen, im Vorjahr waren es 735. Grund war der überdurchschnittlich heiße Sommer und die große Trockenheit. So gab es mehrere Großbrände auf Wiesen, Ödlandflächen und in Wäldern.  Das teilte Feuerwehrchef Andreas Rümpel am Freitag auf einer Pressekonferenz zur Jahresbilanz mit. Todesopfer bei Bränden gab es 2018 erfreulicherweise nicht, so Rümpel. Der größte Einsatz war der Barackenbrand im Juli 2018 an der Nöthnitzer Straße / Zeunerstraße.

Unfälle auf der A4 beschäftigen Feuerwehr

Stark gestiegen ist auch die Zahl der Einsätze zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen - in dem Bereich gab es ein Plus von etwa 75 Prozent auf 120. Grund war die hohe Zahl von Unfällen in den Baustellen auf der Autobahn 4.

Zurückgegangen ist im vergangenen Jahr die Zahl von Unwettereinsätze. In 275 Fällen wurde die Feuerwehr wegen Sturmschäden alarmiert. Im Vorjahr waren es 551.

Insgesamt 175.000 Anrufe sind beim Notruf 112 in der Rettungsleitstelle in Übigau eingegangen. Von dort werden auch die Einsätze in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge koordiniert und disponiert.

Schwerpunkte 2019: Nachwuchssuche und Vorbereitungen auf Blackout

Ein großes Thema ist die Nachwuchsgewinnung. Die Zahl der Bewerber ging Jahr für Jahr von 500 auf unter 100 zurück. Deswegen wurde dieses Jahr die Bewerbungsfrist verlängert und der LKW-Führerschein ist vorab nicht mehr Vorraussetzung. Aufgrund dieser Änderung haben sich dann immerhin 200 Bewerber gemeldet, sagte Rümpel. 22 Feuerwehrleute sollen dieses Jahr ihre Ausbildung starten. Zudem werden 15 Rettungssanitäter ausgebildet.

Zweites großes Thema sind nach Angaben von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel Vorbereitungen für große Schadenslagen wie Hochwasser, Blackout oder Ereignisse mit einer großen Anzahl an Verletzten.

Pläne und Bauprojekte

Zudem werden Brandschutzbedarfs- und Rettungsdienstbereichpläne fortgeschrieben. Dabei wird ermittelt, wie viele Fahrzeuge und Wachen notwendig sind und wo Korrekturen notwendig sind. Neue Rettungswachen entstehen für die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren in den nächsten zwei Jahren in Mobschatz und Zaschendorf. Zudem wird in den nächsten Wochen der nächste Abschnitt in der Alberstadtwache abgeschlossen, dort ist ein weiteres Modul zur Ausbildung von Feuerwehrleuten errichtet worden.