• Einblick in das neue Mobil der Brandschutzerziehung (Foto: Redaktion/Franziska Meier)

Feuerwache Alberstadt hat die neueste Ausbildungstechnik

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Als erste Stadt in Deutschland hat die Dresdner Feuerwehr nun ein rollendes Mobil für die Brandschutzerziehung, speziell für Kinder. Das erklärte der Brandschutzerzieher Michael Heinze. Es bringt ein eigenes Notstromaggregat mit und kann so überall Halt machen, so zum Beispiel auch an Kitas und Grundschulen. Extra dafür wurden Schläuche und Spritzaufsätze im Miniaturformat gebaut. Damit können auch die Kleinsten schon arbeiten wie große Feuerwehrleute.

Das Mobil dient vor allem der Nachwuchsarbeit der 20 Dresdner Jugendfeuerwehren. Darum sind auch Ausrüstungsgegenstände in Originalgröße an Bord. Zum Beispiel der Rucksack mit Gasflasche. Er wiegt etwa 15 Kilogramm. Auch bei Blaulichtmeilen könnte das Brandschutzmobil demnächst Halt machen.

Bis zu den Sommerferien sei das Mobil schon ausgebucht, sagte uns Brandschutzerzieher Michael Heinze. Insgesamt wurden 110.000 Euro investiert.


Trainieren in Feuer und Flamen - neue Simulationsanlage für Feuerwehreinsätze

Das Ausbildungszentrum der Feuerwache Albertstadt verfügt ab sofort über eine hochmoderne Anlage zum Simulieren von Bränden. Am Montag wurde die Anlage offiziell übergeben. Der Neubau hat 1,43 Millionen Euro gekostet.

Auf drei Etagen können jetzt verschiedene Löscheinsätze geübt werden. Damit sollen die Kammeraden möglichst gut und umfassend auf den Ernstfall vorbereitet werden.  Insgesamt gibt es sechs verschiedene Brandstellen. Doppelt so viele, wie in der alten Anlage in Übigau. Die Brandherde werden mit Gas betrieben. Die Flammen können reguliert werden, um so eine reale Brandentwicklung nachzustellen. Sensoren messen den Löscherfolg.

Unter anderem werden ein Garagen- oder Küchenbrand nachgestellt. Es gibt einen speziellen Raum, in dem das Abreiten bei Starker Rauchentwicklung geübt werden kann und auch der Einsatz mit Drehleitern kann an Balkonen geübt werden.
Die Einrichtung ist aus Stahl, das Haus aus Beton. So hält es lange der Belastung durch die Starke Hitze stand. Insgesamt wurden in der Simulationsanlage 30 Tonnen Stahl und 300 Kubikmeter Beton verbaut.

Die Kameraden der Feuerwehr müssen einmal im Jahr eine Übung in so einer Brandsimulationsanlage absolvieren.

 „Drei bis vier Mal die Woche findet hier dann die Ausbildung statt. Dabei sind immer so 16 Feuerwehrleute – also ein Zug – im Haus“ - Ausbilder Uwe Seiler.

Während der Ausbildung in der Brandsimulationsanlage, ist immer ein Ausbilder dabei. Er kann mit Hilfe einer Funkfernbedienung Flammen, Gas und Rauch regulieren und im Ernstfall auch die Anlage ausschalten. Berufs- und Freiwillige Feuerwehr nutzen die Anlage für die Ausbildung.

Die alte Simulationsanlage in Übigau hat nun ausgedient, heißt es vom Leiter der Dresdner Feuerwehr Andreas Rümpel. Zum einen war die Technik veraltet, zum anderen das Haus nach 20 Jahren marode. Abgerissen werden soll es aber nicht. Es könnte in Zukunft für andere Teameinsätze genutzt werden.
Wie uns Ausbilder Uwe Seiler sagte, hoffe das Ausbildungszentrum in der Albertstadt auch bald einen Realbrandcontainer zubekommen. Dort können dann Brande mit festen Materialien, wie Holz gelöscht werden. Zudem sei auch eine Übungsanlage für das Strahlrohrtraining geplant. Damit sollen Ausströmendes Gas zurückgedrängt werden.
Die Anschlüsse auf dem Arial neben der Brandsimulationsanlage liegen schon.
Übrigens, auf der Ausbildungswache Albertstadt heißt es: „Brand bei Krauses“, wenn die Übungsanlage in Betrieb geht.

In der Feuerwache Albertstadt befindet sich seit Ende 2012 das Brandschutzerziehungszentrum. Über 20.000 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsenen haben sich dort seitdem weitergebildet.
Für dieses Jahr sind schon fast alle Termine vergeben, heißt es von der Feuerwehr.