Fernwärmeversorgung in Dresden nach Brückeneinsturz gesichert
Keiner in der Dresdner Neustadt muss im Winter frieren: die provisorische Fernwärmeleitung geht pünktlich am Dienstagabend in Betrieb. Damit ist die Wärmeversorgung auf der Neustädter Elbseite ab sofort auch bei dauerhaften Minusgraden wieder in vollem Umfang gesichert.
Sachsen Energie hatte die Rohre im Rekordtempo über die Augustusbrücke verlegt und angeschlossen. Die ursprüngliche Trasse über die Elbe war mit dem Einsturz der Carolabrücke zerstört worden. Die Berechnungen der Fernwärmeexperten zeigten, dass ohne eine zweite Hauptleitung über die Elbe ab einer dauerhaften Außentemperatur um die 0 Grad Celsius nicht mehr die volle Wärme zu jedem Kunden geliefert werden könnte.
„Dank der überwiegend milden Temperaturen sowie einem angepassten Betrieb des Fernheiznetzes und unserer Kraftwerke konnten wir seit dem Verlust unserer Leitung durch den Teileinsturz der Carolabrücke jederzeit unseren Versorgungsauftrag erfüllen. Jeder Tag zählte und jetzt kann aus unserer Sicht auch der Winter kommen. Niemand in der Neustadt wird frieren müssen - wir halten Wort“, freut sich Rutger Kretschmer, Leiter des Geschäftsfelds Kraft und Wärme bei Sachsen Energie.
Bis zu 50 Bauleute waren täglich, teilweise auch nachts, im Einsatz. Rutger Kretschmer betont: „Aufgrund des Zeitdrucks liefen Planung und Bau parallel und mussten immer wieder angepasst werden. Dass wir diese Notlage in so kurzer Zeit bewältigen konnten, war nur möglich, weil alle gemeinsam an einem Strang und in die gleiche Richtung zogen.“