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Fernsehturm für Besucher wieder öffnen?

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Eine neue Studie soll die Chancen für eine mögliche Wieder­er­öff­nung des Dresdner Fernseh­turms ausloten. "Es soll geprüft werden, ob und unter welchen Bedin­gungen eine touris­ti­sche Nutzung wieder möglich sein kann", sagte der Chef der Staats­kanzlei, Fritz Jaeckel, am Montag. Das Gutachten kostet voraus­sicht­lich rund 100 000 Euro - je zu einem Drittel wollen sich Stadt, der Freistaat sowie die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm als Eigen­tümer des Gebäudes betei­ligen. Erste Ergeb­nisse sollen Ende März 2017 vorliegen.  "Die Dresdner wünschen sich ihr Marken­zei­chen zurück", sagte Dresdens Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert.Geprüft werden sollen mehrere Varianten - etwa die Einrich­tung eines Cafés, einer Seilbahn oder eines Wissen­schaft­scen­ters "Televersum". Das Gutachten soll auf Vorschlägen des Vereins Fernseh­turm Dresden basieren, der seit Jahren für die Wieder­er­öff­nung des 252 Meter hohen Wahrzei­chens kämpft. "Ich bin freudig überrascht", sagte Beirat Klaus Martin mit Blick auf die angekün­digte Machbar­keits­studie. Berech­nungen des Vereins zufolge müssten pro Jahr zwischen 400 000 und 500 000 Gäste kommen, damit sich eine Wieder­er­öff­nung lohnt.Der 1969 gebaute Turm am Wachwitzer Elbhang galt zu DDR-Zeiten mit Restau­rant und Aussichts­platt­form in 150 Metern Höhe als Touris­ten­ma­gnet. Seit 1991 ist der Turm jedoch geschlossen.