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Felsenbühne Rathen wird für 14 Millionen Euro erneuert

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Die Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz wird nach dem Ende der laufenden Spielzeit zur Baustelle. Von September an bis April 2022 werden die Bühne modernisiert und ein neues Funktionsgebäude errichtet, wie die Landesbühnen Sachsen in ihrem Stammhaus in Radebeul am Donnerstag mitteilten. Die Kosten von rund 14,2 Millionen Euro übernimmt der Freistaat. In den beiden nächsten Sommern spielen die Landesbühnen im Interim: in Rathen im
Theaterzelt an der Elbe und im Alten Schlachthof in Dresden. Zudem sollen die Kooperationen mit Partnern ausgebaut werden. „Wir hoffen,
dass das Publikum uns treu bleibt und neue Besucher sich verführen lassen“, sagte Intendant Manuel Schöbel.   

Statt des alten Grabens bekommt die Felsenbühne einen überdachten Pavillon für das Orchester und ein Hubpodium zum Auffahren sowie ein neues Haus mit Gastronomie, Künstlergarderoben, Technikzentrale und Toiletten auf dem Grundriss des alten Funktionsgebäudes. Für Carl Maria von Webers „Freischütz“, einem der Freiluft-Klassiker, soll laut Schöbel eine halbkonzertante Version an anderem Ort gespielt werden. „Es wäre traumhaft, wenn wir auch für Winnetou eine Alternative finden.“

Das Freilufttheater mit 1800 Plätzen in einem Talkessel mit Sandsteinfelsen als Kulisse gilt als eine der schönsten Naturbühnen Deutschlands. Die Landesbühnen bringen jährlich von Mai bis September Abenteuer, Romantik und schöne Stimmen in das Areal im Schatten der berühmten Bastei - abhängig von der Witterung. (dpa)