Fanprojekt legt Dienstaufsichtsbeschwerde in Sachsen-Anhalt ein
Die Vorfälle beim Dynamo-Auswärtsspiel in Magdeburg haben nun Konsequenzen. Das Dynamo-Fanprojekt hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Innenministerium Sachsen-Anhalt eingereicht. Das Fanprojekt hat Augenzeugenberichte von über 850 Fans gebündelt gesammelt und an DFB, Polizei und Ministerium übergeben. In der Auswertung wird beschrieben, dass neben den Verfehlungen einiger Chaoten und Straftäter auch die Polizei vor Ort massiv versagt habe. Demnach gab es zwischen 150 bis 200 Verletzten, die über Augenreizungen, Atemwegsbeschwerden und Prellungen an Rippen, Gliedmaßen und Nasen klagten. Auch von Knochenbrüchen wurde berichtet. Bei den Verletzten handele es sich größtenteils um unbeteiligte Anhänger, die an den Ausschreitungen einiger Randalierer nicht beteiligt waren. Chaoten hatten am 16. April versucht, das Stadion in Magdeburg zu stürmen. Während des Spiels flog Pyrotechnik in einen Familienblock, auch ein Fanzug wurde massiv beschädigt.