Fangnetze und Plattformsperrung an der Bastei
Die Bastei-Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz wird dauerhaft gesperrt. Zudem müssen zwei Fangnetze installiert werden, sagte Dieter Wilhelm Ruf vom Zentralen Flächenmanagement Sachsen, dem zuständigen Staatsbetrieb des Freistaates. Die Genehmigung der Naturschutzbehörden für die Installation der Fangnetze steht noch aus, sagte Ruf. Bei den Untersuchungen an der Felsnase sei festgestellt worden, dass der Sandstein unter dem weltberühmten Aussichtspunkt zu porös ist, um diesen zu sichern. Deshalb wird das Geländer nun um etwa fünf bis zehn Meter zurückgesetzt und der Aussichtspunkt zurückgebaut. Die Experten seien der Auffassung, "dass dieser Felsen instabil ist und auch mit technischen Möglichkeiten - unabhängig von den Kosten - nicht mehr stabilisiert werden kann", sagte Ruf. Der Sandstein sei innen porös. "Man muss sich das so vorstellen, dass im Inneren zum Teil schon gar kein fester Stein mehr ist, sondern schon loser Sand. Und dieser Zustand wird wohl immer schlimmer im Laufe der Jahre." Schlimmstenfalls drohe ein ganz- oder teilweiser Abbruch des Felsens. "Aus diesem Grund werden wir sofort Gefahrenabwehrmaßnahmen veranlassen", sagte Ruf. So sollen im Laufe des Jahres unterhalb der Aussicht zwei Fangzäune gegen herabstürzende Gesteinsbrocken aufgestellt werden. Der im Tal verlaufende Elbe-Radweg sei aber nicht in Gefahr. Schon vor knapp einem Jahr war die Aussicht sicherheitshalber abgesperrt worden. Bislang war jedoch geplant gewesen, den bei Touristen beliebte Aussichtspunkt knapp 200 Meter über der Elbe zu stabilisieren und in diesem Jahr wieder freizugeben. Die anderen Aussichtspunkte an der Bastei und die Basteibrücke sind aber nicht betroffen, betonte Ruf. Touristiker befürchten ein Wegbleiben von Touristen, wenn sie die Schlagzeile hören, dass die Basteiaussicht dauerthaft gesperrt werde.