Falscher Alarm: Verdächtiger Brief löst Großeinsatz in Dresden aus
Ein verdächtiger Brief hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst im Justizzentrum in Dresden ausgelöst. „Das Schreiben enthielt einen bedrohlichen Wortlaut, der darauf schließen ließ, dass es auf irgendeine Art konterminiert ist“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Eine fühlbare Substanz oder ein Pulver hätten entgegen ersten Angaben nicht festgestellt werden können. „Eine akute Gefahr bestand nicht.“
Nach Angaben eines Gerichtssprechers war der Umschlag leer. Auf der Innenseite habe gestanden: „Sie haben sich jetzt infiziert.“ Der Sicherheitschef hatte daraufhin Alarm ausgelöst. Die am Montagmorgen in der Poststelle geöffnete Sendung wird nun kriminaltechnisch untersucht. Geforscht wird auch nach Spuren, die auf den Absender schließen lassen.
Die Feuerwehr hatte zunächst von einer verdächtigen Substanz oder einem Pulver gesprochen. „Das stellte sich vor Ort etwas anders dar als vermutet“, sagte ein Sprecher am Mittag. Nach Polizeiangaben bestand keine Gefahr für die Beschäftigten des Justizzentrums. Sie konnten aufatmen. Neun Mitarbeiter, die die Post für Amts- und Landgericht bearbeiten, waren kurzzeitig in Quarantäne. „Sie hatten aber keinerlei Beschwerden.“
Im Einsatz waren vier Löschzüge der Feuerwehr, darunter der Umweltschutzzug und mehr als ein Dutzend Rettungswagen - insgesamt rund 100 Kollegen. Nach knapp drei Stunden rückten sie wieder ab. (DPA)