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Fall „Khaled“ kommt erneut vor Gericht

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Das Dresdner Landge­richt muss sich erneut mit dem gewalt­samen Tod eines Asylbe­wer­bers vor einein­halb Jahren in Leubnitz-Neuostra beschäf­tigen. Der Bundes­ge­richtshof hat das Dresdner Urteil jetzt aufge­hoben, bestä­tigte ein Sprecher des Landge­richts unserem Sender. Im November 2015 war ein 28-Jähriger Mitbe­wohner des jungen Mannes wegen Totschlags zu fünf Jahren Gefängnis verur­teilt worden. Er soll Khaled bei einem Streit ersto­chen haben. Aller­dings berief sich derAn­ge­klagte auf Notwehr. Nach Ansicht der Dresdner Richter waren die Messer­stiche jedoch überzogen. Dagegen argumen­tiert der BGH nun, dass der Einsatz des Messers doch gerecht­fer­tigt gewesen sein könnte, um den Angriff abzuwehren.Nun wird der Fall neu aufge­rollt. Ein Termin für den neuen Prozess steht aller­dings noch nicht fest. Der Fall hatte damals bundes­weit für Aufsehen gesorgt. Zu Hochzeiten von Pegida war auch über eine fremden­feind­lich motivierte Tat speku­liert worden.