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„Fahrräder von Urlaubern sind leichte Beute“

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Sie sind die harte Währung für Drogen-Junkies: E-Bikes und Mountainbikes. Seit Mitte Juni wurden in der Oberlausitz mehr als 350 Fahrräder gestohlen. Jedes elfte war ein E-Bike. Eine entsprechende Statistik seit Öffnung der polnischen Grenze nach dem Lockdown hat uns die Polizeidirektion Görlitz zugearbeitet.

Viele der ermittelten Fahrraddiebe sind Drogenkonsumenten. Sie machen ihre Beute entweder zu barer Münze oder sie tauschen die Räder direkt gegen Crystal. Die Täter haben vor allem bei Urlaubern leichtes Spiel. Einfache Sicherungen der auf Dachgepäckträgern sind für sie kein Problem. Ein paar Sekunden. Klick! Und das Fahrrad ist weg. 

Die Polizei rät: Fünf bis zehn Prozent des Fahrrad-Neupreises sollte dem Besitzer ein Schloss wert sein. Hochwertige Drahtesel sollten mit zwei verschiedenen Schlossarten gesichert werden. Denn die Diebe haben sich meist nur auf ein Schlosssystem spezialisiert.  E-Bikes sollten mit einem GPS-Tracker nachgerüstet werden.

Die Polizei hat unterdessen den Verfolgungsdruck verstärkt. „Um das Entdeckungsrisiko für Fahrraddiebe zu erhöhen, sind außerdem regelmäßig Polizisten, darunter auch Bereitschaftspolizisten und Beamte der Soko Argus, zu am Tag und in der Nacht unter anderem im Stadtgebiet Görlitz präsent. Sie kontrollieren auch Personen, die mit einem Fahrrad unterwegs sind“, so Polizeisprecherin Katharina Korch.