Facebook-Post mit Waffe in der Johannstadt beschäftigt Polizei

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Autor: red

Die Dresdner Polizei prüft aktuell nach unseren Informationen Fotos aus sozialen Netzwerken, die einen Vorfall mit einer Pistole in der Johannstadt zeigen sollen. Seit Freitagnachmittag sind zwei entsprechende Fotos über 3000 Mal bei Facebook geteilt worden. Sie zeigen mehrere Jugendliche an der Pfotenhauerstraße, die mit einem Gegenstand hantieren, der wie eine Pistole aussieht. Dabei stellen sie augenscheinlich eine Hinrichtung nach. Passiert sein soll das ganze laut Text bei Facebook am Freitagnachmittag.

Polizei sucht in der Johannstadt Jugendliche

Wie ein Sprecher aus dem Lagezentrum der Polizei auf unsere Anfrage mitteilte, gehe man der Sache derzeit nach. Anzeigen dazu liegen bislang nicht vor. Geprüft werde, ob hier eine Bedrohung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliege. Beamte ermitteln aktuell vor Ort in der Johnanstadt zum genauen Ort und möglichen Beteiligten, sagte der Sprecher auf unsere Anfrage. Man müsse davon ausgehen, dass die Bilder authentisch und aktuell sind, deshalb müsse man der Sache nachgehen. Später bestätigte die Polizei auch via Twitter die Ermittlungen.

Ermittlungen wegen Facebook-Text

Zudem laufen auch Vorermittlungen gegen den oder die Urheber des Facebook-Postings, teilte der Polizeisprecher auf Anfrage mit. Der oder die Ursprungsposts waren unter anderem mit den Worten "Deutschland erwache" verfasst. Geprüft würde, ob ein Verstoß gegen Paragraph 86a, Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen, vorliegt. "Deutschland erwache" war eine Losung der sogenannten Sturmabteilung (SA), wie sich die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP nannte. Der Spruch ist verboten.

Facebook hat den Ursprungsbeitrag inzwischen gelöscht, allerdings sind im Tagesverlauf Screenshots und neue Postings auf verschiedenen Facebookprofilen, sowie bei Twitter veröffentlicht worden.

Nach Hinweisen ermitteln wir in #Dresden#Johannstadt zu folgendem Sachverhalt. pic.twitter.com/RgoO3GDpnL

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) 27. Oktober 2018