- Oberbürgermeister Octavian Ursu (li.) informierte sich vor Ort über die Lage. In der Mitte Ordnungsamtsleiter Uwe Restetzki und rechts Bürgermeister Benedikt Hummel
- Anwohner Philipp Skorka zeigt auf seine Wohnung ganz in der Nähe des eingestürzten Hauses: "Es gab einen großen Knall.Ich hörte Frauen und Männer schreien."
Explosion in Görlitz - zwei Frauen (25,26) und ein Mann (48) noch vermisst
In der Görlitzer Innenstadt hat es gestern am späten Nachmittag eine Gasexplosion gegeben. Ein bewohntes Haus an der Moltkestraße stürzte ein. Umliegende Gebäude wurden evakuiert. Von insgesamt fünf vermissten Menschen konnten am späten Abend zwei angetroffen werden. „Sie sind wohlauf und befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Haus“, so die Polizei. Die beiden Bauarbeiter wollten in eine der Ferienwohnungen in des eingestürzten Hauses einchecken. Sie hatten auswärts zu Abend gegessen. Das war ihr Glück. Vermisst werden noch zwei Frauen aus Rumänien im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein in Deutschland lebender Bulgare (48). Angehörige der Drei wurden von Mitgliedern des Kriseninterventionsteams betreut.
„Es ist weiterhin sehr schwer voranzukommen, da das Gasleck noch immer nicht behoben ist. Deshalb müssen die Einsatzkräfte sehr vorsichtig sein“, sagte uns am Morgen Polizeisprecherin Anja Leuschner. Suchhunde sind im Einsatz. Das Technische Hilfswerk ist vor Ort. Die Kräfte hatten zunächst Sensoren an den Mauerresten anbringen. Bei der kleinsten Bewegung geben sie Alarm.
Statiker haben die benachbarten Wohnhäuser und ein gegenüberliegendes Gebäude untersucht. Die 54 Bewohner könnten später wieder zurück in ihre Wohnungen, wenn die Personensuche beendet ist„, so Einsatzleiter Sebastian Schramm. Wann, ist aber noch unklar. Die meisten kamen bei Verwandten und Bekannten unter, vier in einer Herberge.
Bei dem eingestürzten Gebäude handelt es sich laut Polizei um ein Mehrfamilienhaus mit Miet- und Ferienwohnungen der kommunalen Wohnungsgesellschaft Kommwohnen Görlitz. “Das Haus war technisch auf dem Stand, wie es sein musste„, sage Geschäftsführer Arne Myckert. Oberbürgermeister Octavian Ursu machte sich iunmittelbar nach der Explosion ein Bild vor Ort. Er sprach von einem offenbar tragischen Unfall. “Es sieht nach einer Gasexplosion aus„, sagte er uns. “Wir sind sehr betroffen.„
Bewohner berichteten von einem lauten Knall. Ein Nachbar sagte uns: “Ich war im hinteren Zimmer. Die Wand kam fünf Zentimeter auf mich zu. Ich dachte, dass auch unser Haus einfällt. Es hat so einen Hieb gegeben.„







