Explodiertes Weißenborner Haus: Mieter hatten Waffen gehortet
Die Bewohner des explodierten Hauses in Weißenborn waren nahezu militärisch ausgerüstet. In der Brandruine fanden Ermittler mehrere Schusswaffen, erklärte Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner am Mittwochnachmittag vor Journalisten.
Die 36-jährige Beate Z. habe sich zwar gestellt, zu dem Fall aber nichts gesagt - auch nicht, warum sie zur Polizei gekommen ist. Auch zum Fund der beiden Toten in Eisenach könne er keine Angaben machen, sagte Wiegner. Das sei Sache der Polizei in Thüringen. Das Trio von Weißenborn ist vermutlich verantwortlich für den Polizistenmord von Heilbronn im Jahr 2007. Darauf hindeuten könnte auch die Tatsache, dass die Ermittler im Schutt Handschellen fanden, die der getöteten Polizistin gehörten.
Das Terror-Trio hat wahrscheinlich auch ein Dutzend von Raub- und Banküberfällen in der Region verübt. Darauf deuteten Kleidungsstücke hin, die in der ausgebrannten Wohnung gefunden wurden, sagte Wiegner. So könnte auch ein blutiger Überfall im Oktober 2006 auf eine Eckersbacher Sparkassenfiliale auf das Konto der drei gehen. Damals war ein 18-jähriger Angestellter angeschossen und schwer verletzt worden.