Experte hält Freigabe von Cannabis für falsch - Gefahr für Jugend

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Ein Suchtexperte warnt vor der Freigabe von Cannabis und sieht vor allem Kinder und Jugendliche gefährdet. Bis etwa zum 27. Lebensjahr könne Cannabis negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns haben, sagte Veit Roessner, Chef der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Uniklinikum Dresden, am Montag bei der Vorstellung einer neuen Therapie für junge Menschen mit Drogenproblemen. Im Worst Case könne das bis zu einer Psychose führen.

"Wir erleben natürlich in einer immer individualisierteren Gesellschaft auch das Thema Einsamkeit nicht nur bei älteren Menschen, sondern auch bei jungen Menschen", nannte der Professor eine Ursache. Man erlebe eine größere werdende Gruppe Jugendlicher - zum Teil auch aus sogenannten guten Verhältnissen - die wegen zu viel Medienkonsum immer weniger Kontakte haben und dann noch Cannabis konsumieren: "Das ist eine Kombination, die leider immer mehr zunimmt und auch in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden ist." (dpa)