Es geht doch! Dynamo gewinnt mit 3:1 gegen Sandhausen
Die Dynamos können doch noch gewinnen. Im ersten Abstiegs-Endspiel haben sich die Schwarz-Gelben am Sonntagnachmittag vor 19.444 Zuschauern mit 3:1 gegen den SV Sandhausen durchgesetzt. Lynel Kitambala brachte die SGD bei seinem Comeback in Führung und Youngster Tobias Müller brachte den Sieg mit seinem beiden Toren unter Dach und Fach. In der Tabelle haben die Dynamos wieder den Relegationsplatz übernommen.Kitambala trifft bei ComebackIn der Aufstellung sorgte Trainer Peter Pacult für eine Überraschung. Lynel Kitambala feierte sein überraschendes Comeback, nachdem er sich im Dezember einen Innenbandriss im Knie zugezogen hatte. Zudem rückten Florian Jungwirth und Anthony Losilla in die Startelf. Diese drei ersetzten den gelb-gesperrten Tobias Kempe sowie die verletzten Cheikh Gueye und Denis Streker.Den Schwarz-Gelben war von Beginn an anzumerken, dass es kein normales Spiel war. Zum ersten Mal in dieser Saison stand die Mannschaft auf einem direkten Abstiegsplatz und den konnten sie nur durch einen Sieg gegen Sandhausen wieder abgeben. Auf der anderen Seite wären die Gäste bei einer Niederlage der SGD schon auf vier Zähler davongezogen. Nur sieben Minuten dauerte es dann, bis der Torfluch 2013 endlich besiegt werden konnte. Idir Ouali tankte sich einmal mehr auf der linken Seite durch. Sein Pass erreichte den mitgelaufenen Kitambala, der dann aus rund fünf Metern keine Mühe hatte zum 1:0 einzunetzen. Die Pacult-Elf witterte Morgenluft und spürte die Verunsicherung der Gäste. So drückten sie sofort auf den nächsten Treffer. Poté (9.) und Ouali (12. und 19.) scheiterten aber. Auch Kitambala machte es bei seinen nächsten beiden Einschussmöglicheiten (26. und 38.) nicht besser.Vom SV Sandhausen kam in der ersten 30 Minuten nichts. Keine Offensivaktionen, und so hatten es sich die Schwarz-Gelben am Ende selbst zuzuschreiben, dass man noch nicht höher führte. So hatte dann ausgerechnet Dynamo-Schreck Frank Löning die erste Chance für die Gäste. Sein Kopfball ging aber am Kasten von Benjamin Kirsten vorbei. Sandhausen spielte nun mit, mehr als Halbchancen sprangen aber nicht heraus und so ging es mit der knappen Führung für die SGD in die Pause.Es MÜLLERT...Nach dem Seitenwechsel hatte Dynamo Probleme, den gleichen Schwung zu finden wie zu Beginn des Spiels. Das lag aber auch daran, dass die Gäste nun mitspielten. Das machte der Hintermannschaft der SGD zunehmend Probleme. Nach 57 Minuten war es dann auch passiert. Nachdem Kirsten ein ums andere Mal in höchster Not parieren musste, war er gegen Wooten chancenlos - 1:1. Bei den über 19.000 Dynamofans wuchsen die Befürchtungen, dass sich die Partie nun komplett drehen könnte und die Mannschaft hatte zunächst auch Probleme, den Ausgleich aus dem Kopf zu bekommen.Die Initialzündung kam dann von Außen. Peter Pacult wechselte und brachte nach 64 Minuten Robert Koch und Youngster Tobias Müller für Kitambala und Jänicke. Wechsel, die sich bezahlt machen sollten. In der 71. Minute nahm Müller die Hauptrolle ein. Poté köpfte den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor, wo Daniel Ischdonat im Gäste-Tor nur abprallen lassen konnte. Der 19-jährige Müller schaltete am schnellsten und drückte die Kugel zur viel umjubelten 2:1-Führung über die Linie. Das erste Saisontor für den jungen Angreifer, der erst sein zweites Spiel bei den Profis absolvierte. Das Tor wirkte wie eine Befreiung für die SGD, die nun wieder mehr für das Spiel tat und dafür belohnt wurde. Nur vier Minuten nach der erneuten Führung war es wieder Tobias Müller, der dem Spiel nun seinen Stempel aufdrückte. In seinem ersten Schussversuch scheiterte er noch am Pfosten, netzte im Nachschuss aber zur Vorentscheidung ein - 3:1 für Dynamo Dresden! Von diesem Doppelschlag erholten sich die Gäste nicht mehr, die nach dem überharten Einsteigen von Kandziora gegen Savic auch nur noch zu zehnt zu Ende spielen konnten. Schiedsrichter Gagelmann schickte den Sandhausener mit glatt Rot vom Platz.Am Ende blieb es beim doch verdienten 3:1-Sieg für die Dynamos. Trainer Peter Pacult bewies mit seiner Einwechslung von Tobias Müller ein glückliches Händchen. Der Youngster sorgte mit seinen beiden Toren für den Sieg und Aufbruchstimmung bei der SGD. Am kommenden Samstag gilt es nun in Ingolstadt nachzulegen.