Erster Kompromiss im Zoff am Lingnerschloss
Im Streit um die Gastronomie am Lingnernschloss in Dresden gibt es einen vorläufigen Kompromiss. Trotz Mietstreit, eröffnet das neue Gastronomie-Gebäude am Freitag. Grund für die Eröffnung, ist ein zwischenzeitiger Mietvertrag, der bis Ende des Jahres läuft. Der Streit soll jetzt in einem gerichtlichen Mediationsverfahren bis September gelöst werden. Dabei geht es vor allem um die Kosten für ein neues Gastronomiegebäude am Lingnernschloss, unklar ist, wer für diese Kosten aufkommen soll. Der Vorstandsvorsitzende des Lingnerschlosses Dr. Peter Lenk, sagt dazu auf Anfrage von Radio Dresden:"Das ist ein weiterer Kompromiss zu Lasten des Vereins, denn für 4,0 % Umsatzmiete können Sie die Refinanzierung dieser Investition selbstverständlich nicht leisten; die Regelung gilt aber nur bis zum Jahresende 2018 in der Hoffnung, dass bis dahin eine einvernehmliche Lösung für einen neuen Gesamtmietvertrag mit dem Gastrobetrieb LGB zustande kommt."Weiter heißt es: "Die Mieteinnahmen aus dem Gastrobetrieb sind im Übrigen eine wichtige Säule des Fördervereins für die Vollendung der Bausanierung und für die Bewirtschaftung des Hauses nach Abschluss der Bausanierung. Man kann unter diesen Umständen vom Förderverein keine Zugeständnisse zu Lasten der Mietglieder und Spender erwarten. Darüber hinaus ist es einem gemeinnützigen und überwiegend durch Spenden finanzierten Verein streng untersagt, ein Wirtschaftsunternehmen durch entsprechende Mietnachlässe indirekt zu subventionieren.
Wer eine marktkonforme Miete an diesem bevorzugten Ort nicht erwirtschaften kann, wird daher langfristig nicht Partner unseres Fördervereins bleiben können."