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Erste Flüchtlinge in Pappritzer Asylheim

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Das Dresdner Sozialamt hat nach der Kritik von Anwoh­nern nun im Detail die Belegung des neuen Asylheims in Pappritz veröf­fent­licht. Demnach ziehen am Montag­nach­mittag 20 allein­ste­hende Männer ein, sagte die zustän­dige Abtei­lungs­lei­terin bei uns im Inter­view. Sie stammen aus Syrien, Libyen, Albanien, dem Irak, der Türkei und dem Kosovo.Später sollen dann auch einzelne Familien folgen, sowie insbe­son­dere trauma­ti­sierte Flücht­linge aus Kriegs­ge­bieten. Diese würden aus anderen Dresdner Einrich­tungen dann nach Pappritz gebracht. Sie beziehen Einzel­zimmer, hieß es. Da die Zimmer maximal mit drei Betten ausge­stattet sind, können größere Familien mehrere Zimmer belegen, hieß es.Am Sonntag ist die Einrich­tung bei einem Tag der offenen Tür vorge­stellt worden. Insge­samt 60 Flücht­linge werden in Pappritz unter­ge­bracht. Für Kritik sorgte die Kommu­ni­ka­ti­ons­po­litik. Zunächst war von Familien die Rede, am Sonntag hieß es dann, allein­ste­henden Männern ziehen ein. Nun stellte das Sozialamt bei uns im Inter­view klar, dass den Großteil allein­ste­hende Flücht­linge ausma­chen würden, aber in den nächsten Tagen auch Familien unter­ge­bracht werden. Der Schwer­punkt liege dann auf trauma­ti­sierten Flücht­lingen aus Kriegs­ge­bieten.Die Initia­tive "Willkommen im Hochland" engagiert sich vor Ort und will dabei helfen, Ängste und Vorur­teilte abzubauen. So stehe die Kommu­ni­ka­tion mit Anwoh­nern im Blick­punkt, hieß es. Gleich­zeitig werden die Flücht­linge vor Ort unter­stützt. Alle Vorbe­halte konnten aber nicht ausge­räumt werden.