Erneut Überfälle auf Teenager in Dresden
Die Raubüberfälle auf Kinder und Jugendliche in Dresden reißen nicht ab. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hat am Mittwoch ein 13 Jahre alter Junge an der Ferdinandstraße von zwei 14-Jährigen Bargeld und ein Basecap geraubt. Der Täter konnte wenig später geschnappt werden.
Ebenfalls in der Altstadt sprachen am Mittwoch zwei Unbekannte einen 15-Jährigen an und fragten nach Drogen. Anschließend forderten sie Bargeld und drohten mit Schlägen. Der Jugendliche übergab 100 Euro aus seiner Geldbörse. Die Täter flüchteten.
Weil sich die Überfälle häufen, hatte die Polizei schon vor ein paar Tagen eine SOKO eingerichtet. „In Dresden haben wir seit einigen Wochen eine Häufung insbesondere von Gewaltdelikten, der wir frühzeitig entgegentreten wollen“, erklärte damals Polizeipräsident Lutz Rodig. „Für eine effektivere Bearbeitung hat die Dresdner Polizei daher eine Sonderkommission mit 15 Ermittlern ins Leben gerufen.“
Die Straftaten werden überwiegend aus Gruppen heraus begangen. Den Opfern, meist ebenfalls im jugendlichen Alter, wird Gewalt angedroht und dabei die Herausgabe alterstypischer Statussymbole wie Handys, Kopfhörer oder Bluetooth-Boxen gefordert. Nicht selten werden zur Drohung Waffen wie Teleskopschlagstöcke und Schlagringe, aber auch Messer genutzt. Oftmals erhalten die Beraubten Schläge und Tritte von den Angreifern.
