++ EIL ++

Ermittlungen zu tödlichen Polizeischüssen von Eckartsberg abgeschlossen - Polizist feuerte aus Notwehr

Zuletzt aktualisiert:

Die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen auf einen 23-Jährigen in Eckartsberg bei Zittau sind abgeschlossen. Der Polizist habe aus Notwehr gefeuert, sagte uns Oberstaatsanwalt Sebastian Mattieu. Das Verfahren gegen den Beamten wurde deshalb eingestellt.  Der 23-Jährige sei im Wohnzimmer mit erhobenem Fleischermesser - Klingenlänge 21,5 Zentimeter -  aus nächster Nähe auf den Beamten und seinen Kollegen zugekommen. Er habe sowohl die Warnrufe als auch das Ziehen der Waffe ignoriert. Daraufhin feuerte ein Polizist aus rund zwei Meter Entfernung drei Schüsse ab. "Beide Polizisten sahen sich einem unmittelbaren Angriff auf Leben und Gesundheit ausgesetzt", so Matthieu. Spekulationen, der 23-Jährige habe unter Drogen gestanden, bestätigten sich nicht. Er hatte etwas Alkohol getrunken. Außerdem sei er psychisch krank gewesen, so Matthieu.Auch gegen den 23-Jährigen ermittelte die Staatsanwaltschaft. Die Untersuchungen wurden jedoch eingestellt – mit der Begründung, dass der Beschuldigte verstorben sei. Auslöser für den Polizeieinsatz Anfang August war ein Anruf der Mutter. Sie war von ihrem Sohn angegriffen und mit dem Tod bedroht worden. Sie flüchtete in das Haus ihrer Eltern und rief von dort die Polizei.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth