Ermittlungen nach Übergriffen auf Kinder in Löbtau
Nach den Übergriffen auf zwei Kinder in Löbtau sucht die Polizei fieberhaft nach Zeugen. Ein Unbekannter belästigte am Dienstag einen Zwölfjährigen in der Saalhausener Straße. Er hielt dem Kind den Mund zu und führte es bis zur Pietzschstraße weiter. Dort ließ er von dem Jungen ab und flüchtete. Die Polizei machte sich mit einem Fährtenhund auf die Suche nach dem Mann, allerdings ohne Erfolg, denn am Amalie-Dietrich Platz verlief sich die Spur. Kriminaltechniker stellten außerdem die Kleidung des Jungen sicher, um sie auf DNA-Spuren zu prüfen. Ein ganz ähnlicher Fall ereignete sich bereits am Sonntag. Ein siebenjähriges Mädchen wurde von einem Mann in der Bünaustraße angeriffen, und zwar auf die gleiche Art und Weise. Doch auch in diesem Fall zog sich der Täter plötzlich zurück. Die Polizei geht von ein und dem selben Täter aus. Kinder beschreiben den UnbekanntenNach Angaben des Jungen war der Mann etwa 1,80 Meter groß und kräftig. Er trug eine dunkle, weiche Jacke. Laut Polizei könnte es sich dabei um eine Art Daunenjacke gehandelt haben. Außerdem sprach der Zwölfjährige von einer dunklen Mütze, die sich der Unbekannte zum Tatzeitpunkt ins Gesicht gezogen hatte. Laut Angaben des Mädchens trug der Unbekannte eine Jogginghose und hatte dunkle Haare.Bisher noch keine sachdienlichen Hinweise Bei der Polizei gingen bis zum Mittwoch sechs Zeugenhinweise ein. Allerdings gab es bisher nach Angaben eines Sprechers noch keine heiße Spur. Die Polizei hofft deshalb weiter auf Zeugen. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen oder telefonisch unter 0351 483 22 33. Mehr Polizisten in Löbtau unterwegs Die Polizei hat ihre Präsenz in dem Stadtteil verstärkt. Neben zusätzlichen Streifen sind auch die Sicherheitswacht und zivile Beamte unterwegs. Grund zur Panik besteht allerdings nicht, so ein Sprecher. Wichtig ist aber, dass Eltern mit ihren Kindern über das Problem reden, heißt es weiter. Unterdessen geht die Polizei insgesamt 25 Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Diese sind allerdings sehr allgemein gehalten, so ein Sprecher.