Ermittlungen gegen Freie Kameradschaft Dresden - LKA durchsucht zwei Wohnungen
Im Zuge der Ermittlungen gegen die rechtsextreme "Freie Kameradschaft Dresden" hat das Landeskriminalamt zwei Wohnungen durchsucht. Dabei wurden am Mittwoch Handys, ein Teleskopschlagstock und Bekleidung sichergestellt. Ein Beschuldigter soll an dem Angriff auf das alternative Wohnprojekt in der Overbeckstraße im Oktober 2015 beteiligt gewesen sein. Der zweite Beschuldigte ist ein Security-Mitarbeiter, der beim Stadtfest im August 2016 im Einsatz war. Er soll vor Gericht gegen mutmaßliche Mitglieder der FKD als Zeuge falsch ausgesagt haben. In Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und falscher uneidlicher Aussage vollstreckten Einsatzkräfte des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums am 14. März 2018 in Dresden zwei Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Dresden.
Ein Beschuldigter steht im Verdacht, an der Sprengstoffexplosion zum Nachteil des Wohnprojektes „Mangelwirtschaft“ am 18. Oktober 2015 beteiligt gewesen zu sein. Außerdem soll er am 12. August 2016 einem Asylbewerber Verletzungen zugefügt haben.
Bei dem zweiten Beschuldigten handelt es sich um einen Security-Mitarbeiter, der am 21. August 2016 beim Stadtfest in Dresden eingesetzt war und in diesem Zusammenhang am 29. Mai 2017 und 25. Januar 2018 in Verhandlungen am Amtsgericht bzw. Landgericht Dresden als Zeuge uneidlich falsch ausgesagt hatte.
Bei den Durchsuchungen der beiden Wohnungen wurden diverse Beweismittel, u. a. Mobiltelefone, potentielle Tatbekleidung, ein Teleskopschlagstock und schriftliche Aufzeichnungen sichergestellt.
Gegen Mitglieder der FKD gab und gibt es bereits mehrere Prozesse.