Ermittlungen gegen Bachmann eingestellt
Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Pegida-Chef Bachmann wegen Drohungen bei Facebook eingestellt. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel und der Ex-Chef von Dresden Nazifrei Silvio Lang hatten im Februar 2016 Strafanzeige erstattet. Hintergrund: Unter einem Facebook-Posts Bachmanns ist eine Reihe von Hashtags aufgeführt. Neben konkreten Namen von Nagel und Lang heißt es da:#TheHigherthebetter, #RopeIsGoingToBeExpensive, #TimeToLearnTieing -Je höher, desto besser; Seil wird teuer(er) werden; Es ist Zeit, Knotenknüpfen zu lernen.Lang und Nagel sehen in diesen Hashtags zusammen genommen und übersetzt einen Aufruf zum Erhängen der genannten Personen. Bachmann selbst hatte auf unsere Anfrage damals mitgeteilt, es habe sich um einen Schreibfehler gehandelt, er habe "Rape", statt "Rope" schreiben wollen.Wie die Staatsanwaltschaft jetzt in der schriftlichen Einstellungsverfügung begründet, waren die Äußerungen mehrdeutig und interpretationsfähig. Man könne nicht nachweisen, dass Bachmann ein Tötungsverbrechen damit angekündigen wollte. Wörtlich heißt es in der Begründung: "Es lässt sich wegen der dargestellen Mehrdeutigkeit und Interpretationsfähigkeit der aneinandergereihten Hashtags nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachweisen, dass der Beschuldigte ein von ihm selbst zu begehendes (Tötungs-)Verbrechen zum Nachteil der in den weiteren Hashtags benannten Personanen ankündigen wollte." Das Ermittlungsverfahren wurde daher nach Paragraph 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt.Lang und Nagel äußerten sich empört auf die Einstellung des Verfahrens: "Es ist für uns unfassbar, dass man ungestraft Namen von Menschen, darunter in diesem Fall auch wir, in beleidigendem Kontext nennen und dazu verbreiten darf: „Seil wird teuer werden“, „es ist Zeit, (Knoten) knüpfen zu lernen“, „je höher, desto besser“. Nach Meinung der Staatsanwaltschaft Dresden ist das nicht eindeutig genug und daher kein richtiger Aufruf." Und weiter schreiben die beiden: "Wir werden prüfen, wie wir mit dieser Entscheidung der Staatsanwaltschaft umgehen."