Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage sind da
Die Dresdner verdienen im Durchschnitt 200 Euro mehr als im Jahr 2020. Das ist eines der Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage, die aller zwei Jahre gemacht wird. Rund 6000 Dresdner haben darin Auskunft gegeben zu Themen wie Wohnen, persönliche finanzielle Situation, Gesundheit und Verkehr.
Einkommen und Wohnkosten der Dresdner Haushalte steigen weiter
Das monatliche Nettoeinkommen eines Dresdner Haushaltes stieg seit der letzten Bürgerumfrage vor zwei Jahren um etwa acht Prozent. Im Februar 2022 verfügte ein Dresdner Haushalt im Durchschnitt über ein Einkommen von 2.500 Euro (Median). Die größten Steigerungen sind bei Alleinerziehenden und bei Paaren mit Kindern zu verzeichnen.
Alle Wohnkostenbestandteile bei Mietern (ohne Untermieter) stiegen seit der letzten Erhebung, darunter am stärksten die kalten Betriebskosten um rund zehn Prozent innerhalb von zwei Jahren . Für die durchschnittliche Mietwohnung in Dresden wurden im Februar 2022 je Quadratmeter 7,10 Euro Grundmiete, weitere 1,41 Euro kalte Betriebskosten und 1,14 Euro Betriebskosten für Heizung und Warmwassererzeugung fällig. Im Durchschnitt zahlt ein Dresdner Mieterhaushalt monatlich insgesamt 643 Euro für das Wohnen.
Gesundheit und Corona
Die Beurteilung des subjektiv-allgemeinen Gesundheitszustandes als „gut“ liegt mit 61 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau, sank innerhalb der vergangenen zwei Jahren jedoch um sieben Prozentpunkte. Speziell nach körperlicher und seelischer Gesundheit gefragt wurde diese mit jeweils 58 und 56 Prozent anteilig weniger als „gut“ beurteilt. Gegenüber 2020 zeigte sich hierzu ein Rückgang von fünf bzw. neun Prozentpunkte, wobei der Negativtrend bereits seit 2016 anhält. Weiterhin löste die Corona-Pandemie im Frühjahr für etwa 60 Prozent der Dresdnerinnen und Dresdner Besorgnis aus, während dies für die anderen 40 Prozent eher bzw. überhaupt nicht zutraf.
Verkehr, Wohnen und Rechtsextremismus sind die größten Probleme in Dresden
Die Dresdner hatten außerdem die Möglichkeit, die größten Probleme der Stadt ohne Vorgaben zu nennen. Hierbei werden seit jeher verschiedenste Aspekte rund um den Verkehr am häufigsten genannt (31 Prozent), so auch 2022. Innerhalb der Problematik Verkehr waren besonders die Bedingungen für den Fahrradverkehr relevant. Weitere besonders häufig genannte Themenkomplexe waren mit über 15 und 14 Prozent Rechtsextremismus und der Wohnungsmarkt. Rechtsextremismus hatte im Vergleich zu 2020 wieder etwas an Bedeutung gewonnen, so auch das Themenfeld Wohnungsmarkt. Hinsichtlich des Wohnens wurden besonders zu hohe Mieten und Preise von Grundstücken und Immobilien sowie ein geringes Wohnungsangebot als Probleme genannt. Mit kleineren Prozentanteilen wurden außerdem die Corona-Pandemie mit ihren Folgen, die Polarisierung der Gesellschaft mit Stadtimage, die Stadtentwicklung einschließlich des städtischen Baugeschehens sowie Aspekte zur Sauberkeit und Ordnung genannt.
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