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Entwarnung nach Fund von Fliegerbombe in der Johannstadt

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Große Erleich­te­rung in Johann­stadt. Die Flieger­bombe wurde am frühen Morgen entschärft. Exakt um 4.13 Uhr gab Spreng­meister Holger Klemig Entwar­nung. Rund 5 000 Menschen, die von den Evaku­ie­rungs­maß­nahmen betroffen waren, konnten wieder in ihre Wohnungen zurück­kehren. Auch für die Bewohner eines Pflege­heimes sind die Strapazen damit zu Ende. Sie mussten ebenfalls zuvor in Sicher­heit gebracht werden. Die meisten Anwohner waren bei Freunden und Verwandten unter­ge­kommen. In der Notun­ter­künften wurden mehr als 480 Menschen unter­ge­bracht. Aller­dings zogen sich die Evaku­ie­rungs­maß­nahmen bis in die frühen Morgen­stunden, weil Anwohner zunächst nicht ihre Wohnungen verlassen wollten. Nach der Entschär­fung der Bombe konnten auch sämtliche Straßen­sper­rungen wieder aufge­hoben werden. Damit verkehren alle Busse und Bahnen der Dresdner Verkehrs­be­triebe wieder auf den gewohnten Strecken. Die Fünf-Zentner-Flieger­bombe aus dem 2. Weltkrieg war am Freitag­morgen gegen 8.00 Uhr auf dem Gelände des ehema­ligen Beton­plat­ten­werkes bei Bagger­ar­beiten entdeckt worden. Der Spreng­körper war britsi­scher Bauart und verfügte über einen Heckzünder. Weil der Blind­gänger bewegt wurde, entschied der Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst, dass er vor Ort entschärft werden musste. Ein Abtrans­port wäre zu gefähr­lich gewesen.Daraufhin wurde der Bereich von der Polizei abgesperrt. Die Gebäude im Umkreis von 400 Metern mussten geräumt werden, darunter auch zwei Kinder­gärten. Teilweise wurden die Eltern angerufen, ihre Kinder schon früher abzuholen. Rund 300 Polizisten sowie 120 Feuer­wehr- und Rettungs­kräfte waren im Einsatz. Betroffen waren die Elisen­straße, die Hopfgar­ten­straße, die Pfoten­hau­er­straße und ein Wohnblock in der Gerok­straße. Am Rande des Einsatzes kam es zu einem Zwischen­fall. Ein Hund floh bei den Evaku­ie­rungs­maß­nahmen aus einer Wohnung auf die Straße. Das Tier rannte direkt auf eine Familie mit einem  anderen Hund zu und verbiss sich in diesen. Ein Polizei­be­amter musste deshalb den Hund erschießen, zumal die anderen Hunde­be­sitzer mit einem Klein­kind unter­wegs waren. Die Stadt hatte ein Bürger­te­lefon einge­richtet. Mehr als 1 500 Anrufe beant­wor­teten die Mitar­beiter.Der entschärfte Spreng­körper wird nun zur Entsor­gung in die zentrale Sammel­stelle nach Zeithain gebracht.