Energiekrise: Dresdner Stollen wird teurer

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Die hohen Energiepreise haben auch Auswirkungen auf das beliebte Weihnachtsgebäck. So wird der Stollen bei den Dresdner Bäckern in diesem Jahr um bis zu 25 Prozent teurer. Im Sinne einer betriebswirtschaftlichen Unternehmensführung bleibe den Bäckern gar nichts anderes übrig als die Preise anzuheben, sagte uns die Chefin des Schutzverbandes Dresdner Stollen, Karoline Marschallek.

"Die Energiepreissteigerungen liegen aktuell zwischen 100 Prozent und bis zu 1000 Prozent - ganz abhängig von individuellen Verträgen", so Marschallek. Als Beispiel nennt sie eine Backstube mit einem Backofen in Dresden. Bislang waren dort 500 Euro im Monat für Gas fällig, jetzt sind es 4.000 Euro.

"Neben der Energie werden aber auch Verpackungsmaterial, Benzin für die Lieferfahrzeuge und Maschinenwartungen teurer" erklärt Karoline Marschallek weiter. "Und mit Blick auf die Rohstoffe liegen die Preisanstiege zwischen mindestens 25 Prozent plus bis zu 100 Prozent plus. Butter zum Beispiel ist im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent teurer, Zucker liegt derzeit bei 90 Prozent plus."

Mit Blick auf die Kostensteigerungen in allen Bereichen müssen die Hersteller auch beim Dresdner Stollen die Preise anheben. Im Verband sind über 100 Hersteller von Dresdner Stollen zusammengeschlossen: von der Ein-Mann-Backstube bis hin zum Großbetrieb mit 250 Mitarbeitern. Am Markt agieren alle als autarke Unternehmer. Die Preisgestaltung liegt also bei jedem Unternehmen selbst.